Nächster Paukenschlag bei 1860 

Nach Eichin-Entlassung: Was Ismaik besonders sauer machte

München - Thomas Eichin ist nicht mehr Sportdirektor des TSV 1860 München. Zwei Wochen nach seiner Degradierung und nur fünf Monate nach seinem Amtsantritt wurde er freigestellt.

Der nächste Paukenschlag beim TSV 1860 München! Die Löwen haben sich am Montag von Sportdirektor Thomas Eichin getrennt. Der 50-Jährige, dessen Vertrag noch bis 2019 dotiert ist, soll sich bereits via WhatsApp von der Mannschaft verabschiedet haben.

Kurz zuvor teilten die Löwen mit, dass die Mitglieder des 1860-Verwaltungsrats einen neuen Vorsitzenden sowie dessen Stellvertreter gewählt hätten. Vor wenigen Tagen waren Karl-Christian Bay und Christian Waggershauser zurückgetreten.

Eichin war bei 1860 nur rund fünf Monate im Amt

Eichin war vor zwei Wochen parallel zur Entlassung von Trainer Kosta Runjaic vom Geschäftsführer zum Sportdirektor degradiert worden. Dieser Schritt sei aber schon bei seiner Berufung so abgestimmt gewesen, hieß es damals. Investor Hasan Ismaik soll vor allem die Verpflichtung von Sebastian Boenisch sauer aufgestoßen sein. Eichin hatte Boenisch am 6. Oktober verpflichtet, aber der 29-Jährige fiel fast nur verletzt aus .…

Der ehemalige Werder-Sportchef hatte erst zu Beginn dieser Saison das Amt des Sportdirektors von Oliver Kreuzer übernommen, der selbst nur siebeneinhalb Monate an der Grünwalder Straße im Amt gewesen war. Die Freistellung Kreuzers, der mit seinen Wintertransfers gehörigen Anteil am Klassenerhalt des TSV 1860 gehabt hatte, war von vielen Seiten scharf kritisiert worden.

Absturz! Diese Vereine spielten einst in der 1. Bundesliga

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1. FC Saarbrücken: Insgesamt fünf Spielzeiten (1963/64, 1976–78, 1985/86, 1992/93) waren die Saarländer in der 1. Bundesliga vertreten. Aktuell spielt der FCS nur noch in der Regionalliga (4. Liga). © dpa
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Alemannia Aachen: Erstklassige Fans, erstklassiges Stadion - und die Mannschaft kickt aktuell nur noch in der Regionalliga (4. Liga). Vier Jahre war die Alemannia Mitglied der 1. Liga (1967–70, 2006/07). © dpa
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Arminia Bielefeld: 16 Spielzeiten erstklassig! Und heute? Die Ostwestfalen pendeln zwischen 2. und 3. Liga, aktuell spielt man mal wieder in ersterer. © dpa
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Borussia Neunkirchen: Die Erstliga-Zeiten der Saarländer sind schon lange her. Insgesamt in drei Spielzeiten trat die Borussia in Liga eins an (1964–66, 1967/68). Aktuell spielt man in der Oberliga (5. Liga). © dpa
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FC Energie Cottbus: Zweimal für jeweils drei Jahre (2000–03, 2006–09) wurde in der Lausitz erstklassig gespielt. Im Sommer 2014 stürzte der FCE erstmals nach 14 Jahren wieder in die Drittklassigkeit ab, mittlerweile spielt Cottbus sogar nur noch viertklassig. © dpa
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FC 08 Homburg: Ende der 80er Jahre erlebte der FCH seine größten Jahre. Von 1986 bis 88, sowie 1989/90 kickte der heutige Regionalligist (4. Liga) in der höchsten Spielklasse. © dpa
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FC Hansa Rostock: Großer Name, tiefer Sturz! Zwölf Jahre lang war der FCH das Fußball-Aushängeschild des Ostens, doch jetzt pendelt der krisengebeutelte Verein zwischen 2. und 3. Liga (aktuell Liga drei). © dpa
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SC Fortuna Köln: Ein Jahr wurde in der Kölner Südstadt Erstliga-Fußball gespielt (1973/1974). Nach dem Absturz bis in Liga fünf spielt die Fortuna jetzt zumindest wieder in der 3. Liga. © dpa
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KFC Uerdingen 05: Der DFB-Pokalsieger von 1985 absolvierte 14 Jahre in der 1. Liga (zuletzt 1996), kickt mittlerweile aber nur noch in Liga fünf (Oberliga Niederrhein). © dpa
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Kickers Offenbach: 1968/69, 1970/71, 1972–76 und 1983/84 war der Bieberer Berg Erstliga-Spielort. 1970 gewann der OFC sogar den DFB-Pokal. Heute spielt Offenbach in der viertklassigen Regionalliga. © dpa
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MSV Duisburg: Der Lizenzentzug 2013 ließ den traditionsreichen Ruhrpottclub in die 3. Liga stürzen. Insgesamt spielten die Meidericher 28 Jahre in der Bundesliga (zuletzt 2008). © dpa
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Preußen Münster: Der SCP war Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga 1963, danach verschwanden die Preußen in den unteren Ligen. Heute kämpft man in der 3. Liga um den Aufstieg. © dpa
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Rot-Weiss Essen: Der deutsche Meister von 1955 spielte sieben Jahre erstklassig (1966/67, 1969–71, 1973–77) und kickt heute im neuen Stadion in der Regionalliga (4. Liga). © dpa
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Rot-Weiß Oberhausen: Von 1969 bis 1973 war RWO ein Erstliga-Verein, doch der Underdog kam anschließend nicht über Liga zwei hinaus. Heute spielt man in der 4. Liga, der Regionalliga West. © dpa
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SG Wattenscheid 09: Von 1990 bis 1994 war der Bochumer Verein Bundesligist. Der Lokalrivale des VfL ist momentan meilenweit von neuen Derbys entfernt, spielt in der 4. Liga. © dpa
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SpVgg Unterhaching: Unvergessen, wie die Münchner Vorstädter anno 2000 Bayer Leverkusen die Meisterschaft vermiesten. Nach zwei Jahren in der Bundesliga ging es wieder runter, aktuell kämpft  Haching um den Aufsteig in die 3. Liga. © dpa
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SSV Ulm 1846: Sensationell stiegen die Spatzen 1999 in die 1. Liga auf, um direkt wieder abzusteigen. Nur ein Jahr später folgte der Absturz per Lizenzentzug in die 6. Die Fußball-Abteilung spaltete sich 2009 vom Verein ab und spielt momentan als SSV Ulm 1846 Fußball in der Regionalliga Südwest (4. Liga) an. © dpa
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Stuttgarter Kickers: Ja, auch die Schwabenmetropole hatte schon Erstliga-Derbys (1988/89, 1991/92). Doch momentan gibt es nur die Duelle des VfB II gegen die Kickers in der 4. Liga. © dpa
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Tennis Borussia Berlin: TeBe war 1974/1975 und 1976/77 Bundesligist. Heute spielt die Borussia nur noch in der 5. Liga (Oberliga Nordost). © dpa
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SV Waldhof Mannheim: Ein klangvoller Name, der von 1983 bis 1990 ununterbrochen in der 1. Liga vertreten war. Dann kam der Absturz, Waldhof spielt heute in der Regionalliga Südwest (4. Liga). © dpa
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Wuppertaler SV: Drei Jahre lang war die Stadt mit der Schwebebahn ein Erstliga-Standort (1972–75). Sogar im UEFA-Pokal trat der WSV einmal an (1973/1974). Heute spielt der Verein in der Regionalliga West (4. Liga). © dpa

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Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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