Staatsanwaltschaft München urteilt im Sinne des Vereins

TSV 1860 München: Fan fordert 1860 Euro wegen Diskriminierungs-Vorwürfen

Thomas Maurus verklagt den TSV 1860 München wegen Diskriminierungsvorwürfen.
+
Thomas Maurus verklagt den TSV 1860 München wegen Diskriminierungsvorwürfen.

Ein Fan forderte 1.860 Euro Schadensersatz vom TSV 1860 München. Grund dafür sei ein „emotionaler Schaden“ und Diskiriminierungsvorwürfe. Vor Gericht bekommt der TSV Recht.

  • Ein blinder Fan des SV Waldhof Mannheim hatte vor dem Landgericht München I den TSV 1860 München auf 1.860 Euro Schadensersatz angeklagt. 
  • Grund dafür waren Diskriminierungs-Vorwürfe und ungleiche Behandlung.
  • Das Gericht wies am 05.11.2020 die Anklage gegen den Verein zurück. 

München - Wegen Diskriminierungs-Vorwürfen hat ein Fan den TSV 1860 München auf Schadensersatz angeklagt. 

Dabei handelt es sich um einen fast blinden Mann, der Schadensersatz forderte, da seine Begleitperson zum Spiel der Münchner Mannschaft die Eintrittskarte selbst hatte bezahlen müssen. Da körperlich oder geistig behinderte Menschen und deren Begleitperson jedoch in der Regel den Ticketpreis nicht zahlen müssen, habe er sich diskriminiert gefühlt. Somit hatte er eine Anklage beim Landgericht München I eingereicht, die nun am Donnerstag, den 05.11.2020, abgewiesen wurde. Demnach hatte der fast blinde SV Waldhof Mannheim Fan bis zu 1.860 Euro Schadensersatz vom Verein gefordert.

TSV 1860 München: Kläger fordert Schadensersatz

Der Verein erklärte, dass die Eintrittskarte der Begleitperson lediglich mit Kosten in Höhe von 16,50 Euro verbunden gewesen sei, da die Stadionkarte über ein externes Portal erworben wurde, worauf der Verein selbst nur wenig Einfluss habe. Zudem betonte der TSV 1860 München: „Freikarten für Begleiter von Inhabern eines entsprechenden Behindertenausweises gibt der Verein generell nur aus, wenn sie direkt bei der Geschäftsstelle des Vereins online oder analog bestellt werden und ein dort hinterlegtes Maximalkontingent noch nicht erschöpft ist." Da die Richter hierbei keinen triftigen Grund finden konnten, dass Unterschiede gemacht werden, konnte die Anklage gegen den Verein abgewiesen werden. 

Nachdem die Kosten des Tickets rückerstattet wurden, forderte der Kläger jedoch, dass der Verein für seinen „emotionalen Schaden“ aufkommen müsse, der aufgrund dieses Vorfalls geschehen sei. Er selbst habe sich gegenüber Menschen mit einer anderen Behinderung diskriminiert gefühlt. Nach Abzug des erstatten Tickets forderte er daraufhin eine Summe von 1.843,50 Euro. 

Hinzu kommt, dass der Kläger per Unterlassungsklage fordert, dass der Verein zukünftig alle Schwerbehinderten gleichbehandeln müsse. Jedoch wurde auch dieser Wunsch des Löwen-Fans abgewiesen.  

Bisher ist das Urteil noch nicht rechtskräftig

(Johanna Grimm)

Auch interessant

Kommentare