Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

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"Haben auch Kevin Volland kontrolliert"

Wood-Kampfansage: Basha reagiert gelassen

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Von Giesing über Aue nach Köpenick: Bobby Wood (22, r.).

München - Vor dem Duell mit seinem Ex-Klub 1860 haut Union-Berlin-Stürmer Bobby Wood eine Kampfansage raus. Noor Basha quittiert's mit Schulterzucken.

Kolportierte 800 000 Euro überwies Union Berlin vor ein paar Wochen für Bobby Wood (22) an den TSV 1860. Sinnvoll eingesetztes Geld? Woods Premierentreffer für die Köpenicker am vergangenen Sonntag beim 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern war ein erstes dickes Ja mit Ausrufezeichen. „So kann es weitergehen“, sagt der US-Nationalstürmer. Für kommenden Sonntag bei seinem ehemaligen Klub in der Allianz Arena (Anstoß 13.30 Uhr) hat sich Wood zumindest eine Sache vorgenommen: „Ich will unbedingt ein Tor schießen. Mit 1860 verbindet mich viel. Hier habe ich die deutsche Sprache und vieles vom Fußball gelernt. Aber jetzt bin ich bei Union, deshalb will ich für Berlin Tore schießen. Auch – oder gerade – in München.“

Eine Kampfansage, die sie bei Sechzig vernommen haben. Noor Basha entlockt das Thema Wood allerdings nicht viel mehr als ein Lächeln und Schulterzucken. Der Neu-Geschäftsführer zur tz: „Unsere Mannschaft hat neulich im Pokalspiel gegen Hoffenheim auch Kevin Volland in den Griff bekommen, von daher…“

Es wird das Duell der Sieglosen am Sonntag in der Arena. Union startete mit einem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf in die Saison, ließ ein 3:4 in Sandhausen und ein 1:2 im Pokal bei Viertligist Viktoria Köln folgen, ehe man sich die Punkte im zweiten Heimspiel mit dem 1. FC Kaiserslautern teilen musste. Kurios: In allen vier Partien verspielten die Berliner eine Führung, weswegen sie an der Alten Försterei bereits von einer „Murmeltier-Saison“ sprechen.

Beim TSV 1860 wiederum, wo sich das Murmeltier seit elf Jahren fürs Wappen aufdrängt, ist nach drei ansehnlichen Spielen (inklusive Pokal) die Hoffnung auf den ersten Saison-Dreier groß. „Die Mannschaft hat ein Gesicht“, sagt Geschäftsführer Markus Rejek, der selbiges bald auch über die Tabelle behaupten will.

Wood, im Jahr 2007 mit 15 Jahren zu den Löwen gekommen und zuletzt an Erzgebirge Aue verliehen, wird was dagegenhaben. „Er ist ein besonderer Stürmer, den man besonders behandeln muss“, sagt Unions Trainer Norbert Düwel, ein gebürtiger Altöttinger, über den schnellen (und oft noch schneller beleidigten) Angreifer. „Jetzt scheint der Bursche Tritt zu fassen. Dieses Tor gegen Lautern musst du erst mal so machen. Ich bin mir ganz sicher, dass er noch viele Tore folgen lässt.“

Für 1860 schoss Wood in 50 Ligaspielen drei Tore.

mh, lk

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