"Fange jetzt wieder bei Null an"

Wood schöpft wieder Hoffnung

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Dass ihn die vergangene Saison möglicherweise die WM-Teilnahme gekostet hat, ärgert Bobby Wood immer noch. Jetzt will er bei den Löwen endlich durchstarten.

München - Dass ihn die vergangene Saison möglicherweise die WM-Teilnahme gekostet hat, ärgert Bobby Wood immer noch. Jetzt will er bei den Löwen endlich durchstarten.

Bobby Wood ist der einzige Stürmer im aktuellen Löwen-Kader, der in den Testspielen bereits ein Tor vorweisen kann. Zwar auch erst eins, aber das ist immerhin schon eins mehr als in der gesamten vergangenen Zweitliga-Saison. Für den gebürtigen Hawaiianer war’s eine Saison zum Vergessen. „Ich fange jetzt wieder bei Null an“, sagt der 21-Jährige, der vor allem unter Trainer Friedhelm Funkel eine schwere Zeit durchleiden musste.

„Bei Funkel durfte ich fast gar nicht mehr ran“, erinnert sich Wood. „Und wenn, dann wurde ich nur zum Laufen eingewechselt.“ Heißt übersetzt aus der Fußballersprache: Um ein Ergebnis über die Bühne zu bringen, sollte Wood noch mal richtig ackern. Das Fußballerische blieb dabei natürlich auf der Strecke. „So ist es nun mal“, will sich Wood nicht länger grämen. „Jeder Trainer hat seine Spieler, auf die er setzt. Ich habe bei Funkel halt leider nicht zu diesem Typ Spieler gehört. Schon nach drei Wochen habe ich gespürt, dass das nichts wird zwischen ihm und mir. Aber diese Zeit ist abgeschlossen, das interessiert mich nicht mehr.“

Das Gute bei 1860: Es gibt regelmäßig neue Trainer. Und der jetzige, Ricardo Moniz, benötigt Wood nicht nur zum Laufen. „Ein guter Trainer, ein gutes Training“, findet Bobby, der in den ersten sechs Spielen zweimal als zentraler Stürmer und vier mal als Linksaußen auflaufen durfte. „Ich spiele zwar lieber in der Mitte“, sagt er. „Aber es gibt für mich derzeit keinen Grund zu meckern.“

Dass ihn die vergangene Saison möglicherweise die WM-Teilnahme gekostet hat, ärgert Wood (ein A-Länderspiel für die USA) natürlich immer noch: „Ich weiß nicht, ob mich Jürgen Klinsmann überhaupt geholt hätte, aber nachdem ich im Verein so gut wie nie gespielt habe, hatte ich es natürlich nicht verdient, dabei zu sein.“

So verfolgte er das US-Team eben am Fernseher. Die ersten beiden Partien sah er sich während des Kalifornien-Urlaubs in Orange County an, die restlichen zwei in Deutschland. Wood: „Der Fußball hat in den USA einen gewaltigen Boom erlebt. Es gab sogar höhere Einschaltquoten als bei den NBA-Finals. Und der Fußball wird sich bei uns weiterentwickeln. Dank Jürgen Klinsmann.“

Und vielleicht auch schon bald wieder mit Bobby Wood.

tz

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