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Gäste-Fans pöbeln in München

„Wie der Rotz am Stecken“: Randale beim Löwen-Sieg gegen Chemnitz

1860 gegen Chemnitz: Auf dem Rasen gab es ein Torfestival, vor und nach der Partie Tumulte rund um Giesingshöhen
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1860 gegen Chemnitz: Auf dem Rasen gab es ein Torfestival, vor und nach der Partie Tumulte rund um Giesingshöhen.

Auf dem Rasen war bei der Partie TSV 1860 gegen Chemnitzer FC allerhand geboten. Leider ging es auch vor und nach dem Spiel in München turbulent zu. Das lag nicht nur an einer fliegenden Klobrille.

  • Der TSV 1860 schlägt den Chemnitzer FC in der 3. Liga mit 4:3.
  • Am Rande der Partie gibt es Ausschreitungen von Anhängern des Gästeklubs.
  • Es gab Festnahmen und Anzeigen. Während des Spiels flog eine Klobrille von den Rängen.

München - Es war ein Spiel, das vielen in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur wegen der spektakulären Aufholjagd der Löwen – der TSV 1860 München hatte am Samstag im Grünwalder Stadion gegen den Chemnitzer FC in einem wahrenTorfestival gewonnen. Auch abseits des Spielfelds flogen die Fetzen. Sportlich ging es dabei aber mitnichten zu. „Die Chemnitz-Fans haben sich benommen wie der Rotz am Stecken“, sagt Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Die Bilanz: neun Festnahmen und eine fliegende Klobrille.

Randale in München: Los ging es am Münchner Hauptbahnhof

Zur ersten Auseinandersetzung kam es gegen 11.20 Uhr am Hauptbahnhof. Über zweieinhalb Stunden vor dem Spiel, das um 14 Uhr angepfiffen wurde. Rund 100 Chemnitz-Fans waren mit dem Zug nach München gereist. Insgesamt waren knapp 900 Gästefans im Stadion. 

Laut Polizei hat ein Chemnitz-Anhänger im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs auf dem Weg zu einem bereitgestellten U-Bahn-Sonderzug einen Löwen-Fan zu Boden geschubst, woraufhin sich ein Handgemenge entwickelte, an dem etwa 40 Personen beteiligt waren. Die Polizei musste Schlagstöcke einsetzen, um die beiden Lager voneinander zu trennen. Als der anfängliche Pöbler wegen des Tatverdachts der versuchten Körperverletzung festgenommen wurde, versuchten das zwei Chemnitzer zu verhindern. Sie wurden wegen versuchter Gefangenenbefreiung angezeigt.

Auch der Wettersteinplatz wurde zum Schauplatz unschöner Scharmützel: Chemnitz-Anhänger beleidigten Polizisten, zeigten den Hitlergruß und spielten rechtsradikale Lieder. Für vier der angereisten Krawallbrüder endete das Spiel bereits an der U-Bahnstation – sie wurden festgenommen. Genauso erging es einem Gastfan, der versucht hatte, sich über sein Stadionverbot hinwegzusetzen. Er war einer von insgesamt acht Chemnitzer Fans mit Stadionverbot, denen der Einlass verweigert wurde.

TSV 1860 gegen Chemnitzer FC: Klobrille flog auf das Spielfeld

In der zweiten Halbzeit kam es dann zu einem skurrilen Zwischenfall auf den Zuschauerrängen: Ein Gastfan warf eine Klobrille Richtung Spielfeld. Verletzt wurde niemand. Wieder musste die Polizei Schlagstöcke einsetzen, um gegen renitente Gäste vorzugehen, die die Festnahme des Werfers verhindern wollten. Nach Spielende versuchten Gastfans noch, in den benachbarten Block zu gelangen. Wieder kam es zu Beleidigungen, Nazi-Gesten.

Einen leidigen Abschiedsgruß hinterließen die Störenfriede am Busbahnhof Wettersteinplatz. Eine größere Auseinandersetzung musste von der Polizei unterbunden werden. Bereits im Februar gab es Randale bei einem Drittliga-Spiel: Fans beschädigten u. a. einen Kiosk im Grünwalder Stadion.

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