Vielleicht hilft ja der Nachbar

Stürmerproblem der Löwen: Ist Pizarro die Lösung?

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Er kann es immer noch: Mit seinen 36 Jahren spielt Claudio Pizarro am Freitag um den dritten Platz bei der Copa America.

München - Der TSV 1860 München hat derzeit ein akutes Stürmerproblem: Drei der Vier aktuellen Angreifer wollen oder sollen den Verein verlassen. Vielleicht ist die Lösung für das Problem aber auch einfach.

Auf dem Papier haben die Sechziger im Angriff nicht unbedingt ein Problem: Bobby Wood, Rodri, Rubin Okotie und Stephan Hain stehen theoretisch zur Verfügung. Doch Wood und Rodri wurden noch vor dem Trainingslager von Coach Fröhling ausgemustert und auch der Österreicher Okotie befindet sich ja gefühlt seit einem halben Jahr auf seiner Löwen-Abschiedstournee.

Dadurch befinden sich die Blauen im Prinzip also in einer echten Stürmer-Misere. Und die Alternativen wachsen ja auch nicht unbedingt auf den Bäumen. Grund genug für ein kleines Gedankenspiel. Vielleicht ein Unrealistisches: Beim großen Lokalrivalen der Löwen, dem FC Bayern ist nämlich vor drei Tagen der Vertrag von einem sehr erfolgreichen Stürmer ausgelaufen.

Genauer gesagt dem erfolgreichsten ausländischen Stürmer der Bundesliga-Geschichte. Claudio Pizarro spielt seit 16 Jahren in Europa und seine Karriere in Deutschland wurde nur durch ein Jahr in England bei Chelsea London unterbrochen. 176 Mal traf er für Werder Bremen und den FCB und im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte er, wie wertvoll für ihn persönlich auch dieser Titel ist. "Ich hoffe, ich behalte ihn noch lange."

Allerdings sei ihm auch klar, dass es schwer wird, in der höchsten deutschen Spielklasse einen Verein zu finden. Aufhorchen sollten die Löwen deswegen vielleicht bei folgendem Satz: "München gefällt mir einfach. Es ist eine wundervolle Stadt, alles ist nahe dran, die Seen, die Berge..." Der Peruaner will wohl auch nach seiner Karriere in der bayerischen Landeshauptstadt bleiben. Seine drei Söhne wurden in Deutschland geboren und sind hier heimisch.

Vielleicht sind es genau diese Argumente, mit denen die Sechziger Pizarro locken könnten. Natürlich müsste er beim Gehalt deutliche Einbußen verkraften. Aber vielleicht ist ihm das der Verbleib in München wert. Und vielleicht könnten sich ja auch die Fans der Löwen für den "Piza-Express" begeistern...

bix

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