Grünwalder ohne Fans

1860 München: Geisterspiele sind der wirtschaftliche „Worst-Case“ - jetzt könnte es eine Lösung geben

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(Noch) Geschäftsführer des TSV 1860: Michael Scharold.

Wegen des Coronavirus sind in Deutschland Großveranstaltungen abgesagt. 1860-Finanzchef Michael Scharold bezeichnet das als den wirtschaftlichen „Worst-Case“. 

  • Das Coronavirus* verbreitet sich in Deutschland
  • Größere Veranstaltungen sollen vorübergehend nicht mehr stattfinden. 
  • 1860-Finanzchef Michael Scharold bezeichnet das als den wirtschaftlichen „Worst-Case“.

München – Geisterspiele wären der wirtschaftliche „Worst-Case“, hatte 1860-Finanzchef Michael Scharold am Dienstag angemahnt und eine einheitliche Lösung vom DFB gefordert. Die kam nun am Mittwochnachmittag: Spieltag 28 und 29 der Dritten Liga sind im Zuge der Coronavirus-Krise abgesagt, die Partien sollen laut Verbandsmitteilung „frühestens Anfang Mai“ nachgeholt werden. 

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Im Falle 1860 sind dies die Spiele gegen Duisburg und in Kaiserslautern, bei der SpVgg Unterhaching die Matches in Großaspach und gegen Ingolstadt. Bayern II muss die Partien in Ingolstadt und gegen Münster nachholen. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Wie ab dem 30. Spieltag verfahren wird, soll am kommenden Montag in einer außerordentlichen Sitzung des DFB mit Ligavertretern in der Frankfurter Zentrale geklärt werden. Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Der Ausschuss 3. Liga des DFB hatte sich schon am Montag dafür ausgesprochen, die von behördlichen Anordnungen betroffenen Partien eher zu verlegen statt Geisterspiele auszutragen. „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius.

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Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der Liga, in der die Erträge aus Eintritten aufgrund der vergleichsweise geringen TV-Gelder mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen. „Wir stehen voll hinter dieser Entscheidung“, sagte Hachings Präsident Manfred Schwabl. „Für uns war es essentiell, dass eine ganzheitliche Lösung gefunden wird. Wir glauben, dass die Absagen der einzig logische Schritt sind.“

1860-Sportchef Günther Gorenzel und Trainer Michael Köllner wollen in einer Pressekonferenz heute um 11 Uhr Stellung zum Thema nehmen.

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