„Große Missbilligung“

Köllner kassiert Stadionverbot: Gorenzel schimpft über extreme Maßnahme von Halle

Durfte beim Halleschen FC nicht ins Stadion: 1860-Coach Köllner.
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Durfte beim Halleschen FC nicht ins Stadion: 1860-Coach Köllner.

1860-Coach Michael Köllner hatte vom Münchner Gesundheitsamt grünes Licht für die Partie in Halle erhalten. Der HFC griff trotzdem streng durch.

Halle/Saale – Die Löwen waren am Samstagvormittag noch auf ihrem Giesinger Trainingsgelände, als sie folgende Nachricht aus Halle erreichte, abgesandt vom lokalen Gesundheitsamt: Stadionverbot für Michael Köllner, den Cheftrainer des TSV 1860, der nach zähen Verhandlungen am Freitag Grünes Licht für Halle erhalten hatte – von der zuständigen Behörde in München und nur unter sehr strengen Hygieneauflagen.

Für 1860-Sportchef Günther Gorenzel ist es ein Unding, dass dem Coach nun seitens einer anderen Behörde der Zutritt zum Stadion verwehrt wurde. „Wir akzeptieren die Entscheidung, aber wir akzeptieren sie nur unter großer Missbilligung“, sagte der Österreicher, der auch die Trainer-Such-Aktion durch den HFC-Ordnungsdienst als Zumutung empfand (s.o.). Der HFC verteidigte sein Handeln und berief sich bei seiner Haltung auf Richtlinien des Robert-Koch-Instituts.

Günter Brandl rückte vom „Co“ zum Chef auf

Gorenzel macht kein Geheimnis daraus, dass er einen Doppelpass zwischen dem Halleschen FC und den dortigen Lokalpolitikern vermutet. Via Pressemitteilung warf er die Frage auf, „ob das mit fairem Wettbewerb zu tun hat oder ob hier nur aus einer Zwangslage ein Vorteil kreiert werden soll“. Sein Fazit, auf die Corona-Lage allgemein bezogen: „Ich schließe mich DFL-Chef Christian Seifert an: Wir müssen aufpassen, dass aus dem ,Team Vorsicht’ nicht das ,Team Weltfremd’ wird.“ (Uli Kellner)

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