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Infront-Deal: Löwen-Fans spekulieren wild

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Spieler und Fans des TSV 1860 München nach dem Sieg gegen den FC St. Pauli.

München - Mit Infront präsentiert der TSV 1860 München erfreut einen neuen Vermarkter. Doch der Deal wirft Fragen auf. Die Reaktionen der Fans sind hingegen eindeutig.

Der Verkauf der Vermarktungsrechte an das Schweizer Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media verändert mal wieder die Gemengelage beim TSV 1860 München. Die von Hassan Ismaik gegründete und von Noor Basha geleitete Firma HI Squared, die bislang für die Vermarktung der kriselnden Löwen zuständig gewesen ist, überträgt die Rechte wieder zurück an die KgaA und kümmert sich fort an nur noch um das Merchandising, sprich die Fanartikel.

Die Vermarktung legt Sechzig ab sofort in die Hände von Infront und kassiert dafür nach Informationen der Süddeutschen Zeitung inklusive einer Signing Fee rund 60 Millionen Euro im Laufe der 13 Jahre dauernden Vertragslaufzeit bis 2028. "Wir sind glücklich über diese neue, langjährige Partnerschaft. Infront bietet uns eine große Planungssicherheit bei den Vermarktungserlösen. Für die Zukunft unseres Vereins ist das ein wichtiger Schritt", freute sich Geschäftsführer Markus Rejek am Dienstag über den Abschluss des Vertrags.

"Uns steht wieder einmal finanziell das Wasser bis zum Hals"

Doch der Deal lässt auch Raum für viele Spekulationen. Trotz der Beteuerungen der Vereinsverantwortlichen Hassan Ismaik werde nicht aussteigen oder seine Anteile veräußern, halten sich die Vermutungen, dass Sechzig anderweitig Geld akquirieren musste, unter den Fans hartnäckig. Giasinger meint beispielsweise auf tz.de: "Meine Befürchtung ist, dass wieder nur Löcher gestopft werden, um die Lizenz zu sichern."

Ähnlich äußert sich Panthera Leo: "Meine Vermutung: Wir brauchen ganz fix Kohle, die Lizenzvergabe steht unmittelbarer bevor. Die extrem lange Laufzeit des Vertrages lässt darauf schließen, dass uns wieder einmal finanziell das Wasser bis zum Hals steht." Infront helfe demnach die Liquidität und somit die Lizenz bis zum Stichtag, 15. März, zu sichern - mit unklaren Folgen wie Wolfang J. auf Facebook formuliert. "Ob das wirklich so eine gute Nachricht ist? Wir haben einen Vertrag mit 13 Jahren Laufzeit abgeschlossen. In unserer Tabellensituation werden die Konditionen bei dem Risiko das Infront dabei trägt nicht wirklich gut sein."

Andere bewerten das Ganze hingegen mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus. Leon Grünwalder schreibt beispielsweise: "Gratuliere, Herr Rejek! Super Deal, wir haben ja erstklassige Erfahrungen mit langfristigen Projekten und Verträgen, siehe Allianz Arena. Da setzt man dem ersten Irrsinn einen zweiten obendrauf, um den ersten wiederum finanzieren zu können."

Klar ist: Die Skepsis überwiegt in der Anhängerschaft des TSV 1860 München.

ep

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