Stutzen-Affäre bei den Löwen noch nicht vergessen

1860 München: Diesmal bekommt Heidenheim auf die Socken

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Löwen-Spieler in roten Stutzen. Das kam bei den 1860-Fans überhaupt nicht gut an.

München - Vor knapp fünf Monaten musste 1860 München zum Hinspiel in Heidenheim in roten Stutzen antreten. Die Löwen-Spieler haben das noch immer nicht vergessen.

Bei Maxi Wittek war das gar nicht anders zu erwarten. Was ihm beim Thema Heidenheim einfalle, wurde er am Montag  von der tz gefragt. Und die Anwort kam wie aus der Pistole geschossen. „Rote Stutzen“, sagte der Löwen-Verteidiger, der quasi mit blauem Blut vor gut 20 Jahren in Freising auf die Welt gekommen ist. Knapp fünf Monate ist es her, dass die Löwen zum Hinspiel in Heidenheim antreten mussten und kurz vor dem Anpfiff „dank“ Schiedsrichter Dingert und Heidenheims Trainer Frank Schmidt in helle Aufregung versetzt wurden. Dem Unparteiischen passten die weiß-blau geringelten Stutzen der Sechziger nicht, weil er sie mit den dunkleren blauen der Heidenheimer verwechseln könnte.

Die Heidenheimer bestanden darauf, in ihren blauen Beinkleidern zu spielen, und boten den Löwen als Alternative nur rote Stutzen aus ihrem Fundus an. Ein Affront. In Rot, so die einhellige Meinung bei den Sechzigern, in der Farbe des Lokalrivalen von der Säbener Straße, spielt der TSV 1860 nicht.

Heidenheims Trainer Schmidt, so hieß es hinterher, sei die treibende Kraft gewesen, die dem TSV 1860 die ungeliebten Strümpfe verpasst hatte. Der Präsident der Heidenheimer wäre dagegen durchaus einverstanden gewesen, wenn seine Mannschaft Rot getragen hätte. Dass Schmidt nach dem Spiel auch noch davon sprach, „dass wir so freundlich waren und unsere Stutzen ausgeliehen haben“, stieß nicht nur dem damaligen Löwencoach Torsten Fröhling nach der 0:1-Niederlage sauer auf: „Das hat wieder gezeigt, in welcher Ellbogengesellschaft wir leben. Mit Fairplay hätte man das anders lösen können.“

Dieser Ansicht ist Marius Wolf heute noch: „Wir hätten es sicher anders gemacht. Aber so haben wir für’s Rückspiel am Freitag noch eine Rechnung offen.“ Man könnte ja zum Beispiel dann den Schlüssel zur Kabinentür der Gäste lang nicht finden oder nur eiskaltes Wasser aus deren Duschen rauschen lassens. An derlei Scherze denkt Maxi Wittek nicht: „Für uns ist das jetzt eine Frage der Ehre. Am besten ist einfach, wir gewinnen.“ Nach dem Motto: Den Heidenheimern eins auf die Socken geben – ganz fair natürlich…“

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