Dieter Schneider: "Alle Fragen beantwortet"

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Dieter Schneider berichtete dem FC Bayern über die finanzielle Lage der Löwen.

München - Wieder einmal hat Dieter Schneider ein Beispiel dafür gegeben, mit welcher Transparenz der Löwen-Präsident die Sanierung des Vereins betreibt. Schneider war am Montag Abend beim FC Bayern zu Gast.

Am heutigen Montag, den 9. Mai 2011, fand in München eine turnusmäßige Sitzung des Aufsichtsrates und des Vorstands des FC Bayern München statt. Zu diesem Treffen wurde am Abend auch der Präsident des TSV München von 1860 e.V., Herr Dieter Schneider, eingeladen, der über die derzeitige wirtschaftliche Situation des Klubs berichtete.

So lautete die Pressemitteilung, die der FC Bayern am späten Montagabend verschickte. Die bevorstehende Rettung des Mieters – sie interessiert halt auch die Wirtschaftskapitäne Hainer (adidas), Stadler (Audi), Winterkorn (VW) und Stoiber (EU), um nur einige der prominenten FCB-Aufsichtsräte zu nennen. Eine Stunde lang, von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr, berichtete Schneider der illustren Runde bei Kaltgetränken und Fingerfood, wie prekär und gleichzeitig hoffnungsvoll die Lage bei den Sechzigern ist.

„Ich habe die Herren über den Stand der Dinge informiert“, sagte Schneider auf tz-Nachfrage. Ein „sehr interessantes und intensives Gespräch“ habe sich da entwickelt durch „einige Nachfragen“ aus dem Auditorium. „Und“, so Schneider weiter, „ich denke schon, dass ich alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet habe. Wir haben nichts zu verheimlichen.“

Was tuscheln Sie denn da, Herr Hoeneß und Herr Schäfer?

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Zuletzt hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge für Irritationen gesorgt, als er die Löwen in einem Stadionheft-Vorwort zur Rückzahlung der ausstehenden 2,1 Millionen Euro zum 1. Juli aufforderte. Zitat: „Es ist kein Thema, dass der FC Bayern einem Schuldenverzicht zugunsten des TSV 1860 und somit auch gegenüber einem möglichen Geldgeber der Löwen zustimmen würde.“

Sofort hatten danach Gerüchte die Runde gemacht, wonach die Rettung der Löwen nun doch am FC Bayern scheitern könnte. Unbegründete Ängste, wie sich bald herausstellte. Der Rekordmeister wird seinen Stadionmieter nicht untergehen lassen. Am FC Bayern werde das Ganze „bestimmt nicht scheitern“, sagte ein Insider zur tz. Und an den anderen Gläubigern wohl auch nicht. Wie zu hören ist, soll sich nun auch der Berliner Immobilienhändler Nicolai Schwarzer bewegen – auch wenn eine entsprechende Vollzugsmeldung noch ausstand.

Bis Freitag, spätestens Sonntag wollen die Löwen ihr Rettungspaket geschnürt haben. „Ich bleibe dabei, dass wir bis Ende der Woche alles in trockenen Tüchern haben wollen“, sagte Schneider. Auch mit Vermarkter IMG, den Investor Hasan Ismaik ablösen will, soll eine Einigung bevorstehen. Schneider: „Überrumpelt muss sich niemand fühlen.“

Derweil laufen bereits die Kaderplanungen für die neue Saison. Top-Verdiener und -Torschütze Benny Lauth (29) soll gehalten werden, Rumänen-Flop Florin Lovin (29) soll abgegeben werden. „Lovin hat ja schon angekündigt, dass er weg will“, sagt Trainer Reiner Maurer. Sportkoordinator Florian Hinterberger präzisiert: „Wir sind dabei, eine Lösung zu finden, wir wollen unsere Kosten in den Griff bekommen.Ob’s dann was wird, ist schwer zu sagen.“ Reden, warten, hoffen. So läuft das bei 1860 in diesen Tagen.

 

lk

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