Köllner-Elf im neunten Spiel ungeschlagen

Ein Kampfpunkt für die Löwen - Zwei Führungen reichen nicht zum Sieg in Zwickau

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Standhafter Löwe: Sascha Mölders war wie immer ein kämpferisches Vorbild und erzielte sein 12. Saisontor.

Zwei Punkte verloren? Einen gerettet? Das waren die Diskussionen nach dem 2:2 (1:1) des TSV 1860 beim FSV Zwickau. Zweimal gaben die Löwen im sächsischen Nieselregen eine Führung aus der Hand.

  • FSV Zwickau - TSV 1860 München 2:2 (1:1)
  • Die Löwen sind in der Dritten Liga seit neun Spielen ungeschlagen und klettern auf Platz sechs.
  • Der Rückstand auf einen Relegationsplatz beträgt für die Münchner jetzt noch sechs Punkte.

Zwickau – Am Ende waren die Zwickauer dem Sieg sogar näher als die Giesinger, deren Rückstand auf den Relegationsplatz jetzt sechs Punkte beträgt. „Wir wussten, dass es nicht einfach wird hier“, bilanzierte Stefan Lex. „Am Ende müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein.“ Das Fazit von Trainer Michael Köllner: „Wir sind im neunten Spiel ungeschlagen, von daher freuen wir uns.“

Eine Änderung gegenüber dem 4:1 gegen Braunschweig hatte Köllner vornehmen müssen. Für Noel Niemann (muskuläre Probleme) spielte Prince Owusu als zweite Spitze. Am offensiv ausgerichteten 4-4-2 mit Zehner Lex hielt der Trainer fest. Auch auswärts heißt die Devise der Köllner-Löwen: Attacke!

Phillipp Steinhardt sieht nach taktischem Foul fünfte Gelbe Karte

Schon nach zehn Minuten hätte es mit etwas Glück 2:0 für Sechzig stehen können. Erst scheiterte Dennis Erdmann mit seinem Kopfball nach Ecke von Daniel Wein an FSV-Keeper Brinkies (9.), eine Minute später lenkte Godinho einen Schuss von Sascha Mölders an den linken Pfosten. Die Hausherren suchten ihr Glück zumeist in schnellen Gegenstößen, oft über die rechte Seite, wo Schröter gegen Phillipp Steinhart leichtes Spiel hatte. Der blaue Linksverteidiger kam nicht in die Zweikämpfe, holte sich nach einem taktischen Foul die fünfte Gelbe Karte und wird damit am Samstag gegen Waldhof Mannheim fehlen.

Woran es Steinhart mangelte, war beim Rest der Mannschaft nicht zu beanstanden. Zweikampfstark und zielstrebig überbrückten die Löwen das Mittelfeld, am ansehnlichsten in der 20. Minute, als Bekiroglu die Kugel auf Lex chippte, der auf Dressel ablegte und Brinkies den folgenden Gewaltschuss mit einem Reflex zur Ecke lenkte. Schön anzusehen, doch wo blieb die Belohnung? Bekiroglus Freistoß (32.) brachte sie noch nicht, Brinkies durfte fliegen und klären.

TSV 1860 München: Elf von Trainer Michael Köllner erkämpft sich Punkt in Zwickau

Fünf Minuten später hatten die Löwen dann endlich Anlass zum Jubeln. Wieder war Lex maßgeblich beteiligt, dieses Mal schickte ihn Marius Willsch steil auf rechts: präzise Hereingabe, Mölders mit eingesprungenem Außenrist – das 1:0 in der 37. Minute. Aber kein Grund zur Erleichterung. Kurz vor dem Pausenpfiff hämmerte Maurice Hehne die Kugel per Dropkick ins Netz. „Ärgerlich, aber wir dürfen das jetzt nicht zu hoch hängen“, sagte Co-Trainer Oliver Beer zur Halbzeit.

Und die Mannschaft schien’s zu beherzigen. Nach starkem Pass von Owusu stellte Lex nach Wiederanpfiff auf 2:1. Doch auch dieses Mal dauerte es nur acht Minuten bis zum Ausgleich. Dressels Befreiungsschlag nach einer Zwickauer Ecke prallte an Fricks Bein, wurde noch mal abgefälscht, Innenpfosten, 2:2. Jetzt galt es, die Nerven zu bewahren, Ballverluste zu minimieren gegen adrenalingepeitschte Zwickauer, die jeden Standard in eine fußballerische Nahtoderfahrung verwandelten.

Odabas traf nach einer Ecke nur den Pfosten (74.), Köllner brachte zur Stabilisierung Felix Weber für Lex (76.). Der größte Dank musste am Ende freilich Marco Hiller gelten, der in der 88. Minute gegen den durchgebrochenen Dörfler klärte. Auch deshalb ein verdienter Punkt.

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Sascha Mölders wird den TSV 1860 verlassen und möchte in der Regionalliga Bayern als Spielertrainer anheuern. Geht er zu Bayernliga-Spitzenreiter FC Pipinsried?

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