„Deutlich bessere Spieler“

TSV 1860: Löwen gehen mit kalter Hose und heißem Herz in DFB-Pokalhit

Löwen-Coach Michael Köllner beim Totocup Finale 2020 in München.
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Hält die Laune? Löwen-Coach Michael Köllner will die kleine Chance gegen Eintracht Frankfurt nutzen.

Wird es ein Pokalwunder von Giesing geben? Löwen-Coach Köllner hat sich viele Gedanken über die Formierung im DFB-Duell gegen Eintracht Frankfurt gemacht.

  • Der TSV 1860 München spielt am 12. September gegen Bundesliga-Klub Eintracht Frankfurt
  • Es ist das erste DFB-Pokal-Match der Vereins seit Februar 2017.
  • Wegen der Corona-Pandemie rechnet Löwen-Coach Michael Köllner mit einer anderen Stimmung als den vorherigen drei Begegnungen.

München - Altweibersommerliche 23 Grad, ein Großkaliber als Gegner – es hätte ein blaues Fußballfest werden können an diesem Samstagnachmittag auf Giesings Höhen. Jetzt ist es zumindest ein (Abo-)TV-Event für alle Freunde der Münchner Löwen und Frankfurter Eintracht. Die Infektionszahlen im Stadtgebiet erlauben kein Stadionpublikum – und laut Löwen-Trainer Michael Köllner schmälert das Virus auch aus einem anderen Grund die Aussichten aufs Weiterkommen: Der Terminplan sei in höchstem Maß underdog-unfreundlich in diesem Seuchenjahr.

„In all den Jahren zuvor hat der Erstligist immer aus der kalten Hose heraus gespielt – und die Drittligisten haben alle mit einer heißen Hose gespielt, weil schon bis zu sechs Spiele absolviert waren“, sagt Köllner. „Jetzt müssen auch wir mit einer kalten Hose spielen. Deswegen sind die Chancen für ein unterklassiges Team dieses Mal geringer.”

TSV 1860 vor Pokalmatch - Team von Köllner will Frankfurt ein „schweres Spiel" bereiten

Mit voller Hose werde sein Team jedenfalls nicht antreten, versichert Köllner. „Der Glaube in der Mannschaft ist groß!“ Frankfurt verfüge zwar über „deutlich bessere Spieler, aber wir sind in der Lage, ihnen ein schweres Spiel zu bereiten – sofern sie das zulassen.“

Was die Löwen gestatten werden? Eine defensive Neuformierung mit Zugang Stephan Salger in der Startelf schloss Köllner nicht aus, ebenso das Debüt von Richard Neudecker. Sicher sei nur eines: „Wir müssen läuferisch eine Glanzleistung abliefern.“

TSV 1860: Offensiv-Zugänge bei den Löwen? Gorenzel wartet Frankfurt-Partie ab

Dreimal kreuzten sich die Wege der Löwen und Adler in der Geschichte des DFB-Pokals bislang. 1964 siegten die Sechziger im Finale von Stuttgart 2:0, 1995 gab’s in der zweiten Runde unter Trainer Werner Lorant ein 5:1. Auch das jüngste Duell aus dem Januar 2006 hat historischen Wert: Stefan Reisinger schoss beim 1:3 im Viertelfinale sein erstes und einziges Pflichtspieltor für die Löwen.

Thema Stürmer: Günther Gorenzel konnte bis gestern noch keinen der geplanten Offensiv-Zugänge verkünden. Nach dem Pokalwochenende werde sich der Markt noch mal bewegen, glaubt der Sportgeschäftsführer. Ein Coup der Löwen gegen Frankfurt würde die Chancen auf Qualitätsbeute gewiss nicht verringern. *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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