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„Eher der ruhige Part“ - Co-Trainer Reisinger hält Köllner den Rücken frei

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Von: Sebastian Isbaner

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Co-Trainer des TSV 1860 München, Stefan Reisinger
Co-Trainer des TSV 1860 München, Stefan Reisinger © IMAGO

Der TSV 1860 München trifft am Freitagabend auf Erzgebirge Aue. Co-Trainer Reisinger und sein Team wollen zum Oktoberfest-Anstich die Tabellenführung.

München - „Rein in die Lederhosn“, lautet kommendes Wochenende wieder das Motto in München. Nach zwei Jahren Auszeit steht am Samstag endlich wieder der Wiesn-Anstich vor der Tür. Vor dem Auftakt des Oktoberfests müssen die Münchner Löwen allerdings noch eine Pflichtaufgabe absolvieren. Am Freitagabend ist der Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue im Grünwalder Stadion zu Gast.

TSV 1860: Nach Pleite in Elversberg - Löwen wollen gegen Aue „anderes Gesicht zeigen“

Nach der Pleite gegen den SV Elversberg musste der TSV 1860 München die Tabellenführung vorerst abgeben. Doch auch trotz der Niederlage im Topspiel ist die Stimmung in Giesing nach wie vor positiv „Sechs Siege, ein Unentschieden und eine Pleite, das hätten wir sicher alle unterschrieben“, sagt Co-Trainer Stefan Reisinger im AZ-Interview. „Der Saisonverlauf war sehr, sehr positiv. Wir sind voll dabei oben, ob wir nun Tabellenführer sind oder nicht. Aber am Freitag werden wir anders auftreten als zuletzt in Elversberg. Wir werden auf jeden Fall wieder ein anderes Gesicht zeigen.“

 „In meiner Aufgabe als Co-Trainer bin ich eher der ruhige Part“

Stefan Reisinger über die Emotionen an der Seitenlinie.

Nach dem Spiel in Elversberg machte ein weiterer Vorfall bei den Münchnern Schlagzeilen. Cheftrainer Michael Köllner war gegen die Saarländer mit einem Sicherheitsbeauftragten des DFB aneinander geraten. Co-Trainer Reisinger will diese Szene nicht überbewerten: „In Elversberg ist es recht eng, da kochen dann auch mal die Emotionen hoch.“

Der Co-Trainer kann die Emotionen seines Chef-Coaches aus seiner Zeit als Übungsleiter beim KFC Uerdingen nachvollziehen. „Klar ist Michael sehr emotional. Aber das gehört alles dazu als Trainer. Wenn du mit der ein oder anderen Entscheidung nicht zufrieden bist, befindest du dich schon in einer angespannten und emotionalen Situation. Da kann es leider auch schnell passieren, dass du verwarnt wirst.“ Er selber bietet dazu eher den Ausgleich. „In meiner Aufgabe als Co-Trainer bin ich eher der ruhige Part“, sagt Reisinger über die Dynamik im Trainerteam.

München: Vor dem Oktoberfest-Auftakt - TSV 1860 will als Tabellenführer auf die Wiesn

Vor der kommenden Aufgabe gegen die Veilchen aus Aue ist von der Ruhe bei Reisinger wenig zu spüren. Der Co-Trainer fiebert dem Aufeinandertreffen gegen den Zweitliga-Absteiger entgegen. „Freitagabend, Flutlichtspiel, ausverkauftes Stadion: Da müssen wir keinen mehr motivieren. Aue muss von der ersten Sekunde an spüren: Hier gibt‘s nix zu holen“, so der Co-Trainer vor der bevorstehenden Aufgabe.

Doch nicht nur drei Punkte sind das Ziel der Köllner-Elf. Mit einem Sieg könnte man sich vorerst auch die Tabellenführung zurückerobern. „Wenn wir am Freitag vorlegen, können unsere Fans als Tabellenführer auf die Wiesn gehen - die Freude würden wir ihnen gerne machen“, sagt Reisinger. (Sebastian Isbaner)

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