Alles rosarot bei den Blauen

1860-Etat auch für nächste Saison gesichert - kommt noch ein Sechser und ein Stürmer?

Michael Köllner und Günther Gorenzel klatschen sich nach einem Tor per Ellbogen ab.
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Michael Köllner (l.) und Günther Gorenzel jubeln. Beim TSV 1860 läuft es.

Die Chaostage beim TSV 1860 München scheinen vorerst vorüber. Durch Finanzspritzen aus verschiedenen Richtungen sind beim Saisonstart bei den Blauen alle frohen Mutes.

  • Die Chaostage beim TSV 1860 München scheinen vorerst vorüber.
  • Durch Finanzspritzen aus verschiedenen Richtungen sind beim Saisonstart bei den Blauen alle frohen Mutes.
  • Ein Sechser und ein Stürmer sollen noch kommen. Bei zwei Kandidaten geht es nur noch um Details.

München - Die Pressekonferenz war schon einige Minuten vorbei, da musste Vizepräsident und Zuschauer Hans Sitzberger an seinem Sitzplatz vor dem Löwenstüberl noch immer lächeln. „Das ist ja fast schon unheimlich“, kommentierte der 67-jährige Unternehmer („Mir kehrn zam“) die neue Einigkeit beim Giesinger Drittligisten. Planungssicherheit und Perspektive – was bis vor wenigen Wochen noch als blaue Utopie dahergekommen wäre, ist plötzlich Realität beim TSV 1860.

„Ein Team, ein Budget“, versuchte sich Finanzgeschäftsführer Marc Pfeifer strahlend an einem Spontan-slogan. Und Günther Gorenzel, sein Kollege fürs Sportliche, ergänzte: „Es ist schon ein gewisser Quantensprung für uns, jetzt schon zu wissen, was wir für die Saison 2021/22 an Geld zur Verfügung haben werden.“ Eine angemessene Wortwahl mit Blick auf das Planungschaos der vergangenen Jahre.

Rund 4,5 Millionen Euro sollen die Profi-Etats für die kommenden beiden Spielzeiten nach tz-Informationen betragen. Umfänge, mit denen den Löwen der Sprung in die Zweite Liga gelingen könnte. Findet auch Die Bayerische, die ihr Haupt-Sponsoring durch den Kauf von neuen Digitalrechten (Podcast, Streaming) auf knapp zwei Millionen Euro pro Jahr verdoppelt hat. „Wir haben das Unsere dazu beigetragen, dass der Traum Realität werden kann“, sagte Joachim Zech, der Marketing-Leiter des Münchner Versicherers. Klar, dass ein Zweitligist „wesentlich bessere Markenwerte“ biete.

Dauerkartenverkauf läuft gut bei 1860 München - Ziel: Zehntausender-Marke knacken

Zum Darlehens-Basispaket von Investor Hasan Ismaik und der Aufstockung der Versicherung kommt der Beitrag der Fans. Bis Dienstag seien bereits 8600 Dauerkarten verkauft gewesen, davon knapp 70 Prozent ohne Rückgaberecht, verkündete Finanzboss Pfeifer. „Das ist ein Vorteil, den andere Vereine nicht haben.“ Nächstes Ziel: die 10 000er-Marke.

Fehlt nur noch die Vervollständigung des Kaders. Zwei Teile braucht Gorenzel noch für sein Puzzle: einen erfahrenen Sechser und einen Stürmer. Dem Vernehmen nach soll es bei den Kandidaten nur noch um Details gehen, vor dem Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt sei indes nicht mit einer Einigung zu rechnen, so der Sportchef. Wie weit die Gespräche mit Daniel Baier bis zu dessen Absage gediehen gewesen seien? Gorenzel schmunzelnd: „Wenn ich jetzt auf jede Personalie eingehe, mit der ich verhandelt habe, dann versäumen wir noch das Pokalspiel. lk

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