Am 25. Juli soll Klarheit herrschen

Fall Kirmaier: Das Theater geht weiter…

+
Klage zugelassen: Kirmaier (3.v.l.).

München - Am 25. Juli soll endlich Klarheit im Fall Kirmaier herrschen. Der Rechtsstreit beschäftigt die Löwen nun schon seit Wochen. Doch beide Seiten haben bereits angekündigt, in Berufung zu gehen, falls das Urteil gegen sie ausfallen sollte.

Dass der Fall Kirmaier die Löwen noch länger beschäftigen würde, war schon vor diesem Freitagstermin am Landgericht absehbar. Nach dem nicht zustandegekommenen Vergleich soll nun am 25. Juli ab 12 Uhr mittels eines Beschlusses oder eines Urteils Klarheit geschaffen werden. Richterin Christina Weitnauer ließ die Klage von Kirmaier gestern zu und erklärte zum Ende der 75-minütigen Verhandlung: „Man muss in das schwierige Verfahren tief einsteigen, um jenseits aller Emotionen sachlich eine Entscheidung zu finden.“ Üblich sei bei solch komplizierten Sachlagen, dass „kein Stuhl-Urteil“ gefällt werde. „Deswegen wird das Gericht eingehend in Prüfungen eintreten.“

Zusammengefasst geht es darum, ob Gerhard Mayrhofer am 14. Juli 2013 von der Mitgliederversammlung wirksam zum 1860-Präsidenten gewählt werden konnte. Schließlich hatte zu dieser Versammlung mit Hep Monatzeder ein Mann geladen, der als Präsident lediglich bestellt, aber nicht von den Delegierten bestätigt war – und trotzdem ins Vereinsregister eingetragen wurde. Nach Ansicht des Klägeranwalts Heinz Veauthier heißt der rechtmäßige Präsident des TSV 1860 nach wie vor Dieter Schneider. Veauthier betonte vor Gericht am Freitag mehrmals, dass er die Kanzlei von Anwalt Guido Kambli & Kollegen nicht als Vertreter der Beklagtenseite anerkenne. Auch die anwesenden Vizepräsidenten Heinz Schmidt, Erik Altmann und Peter Helfer seien keine Vereinsvertreter. Mit Richterin Weitnauer lieferte sich Veauthier diverse Wortgefechte. „Sie machen hier nur Stimmung!“, hielt ihm Weitnauer schließlich vor. Antwort Veauthier: „Und Sie bewegen sich haarscharf an einer Ablehnung.“ Mayrhofer war am Freitag verhindert und nicht im Justizpalast erschienen.

Wie es nun weitergeht? Sollte das Urteil gegen Kirmaier ausfallen, hat Veauthier bereits angekündigt, in Berufung zu gehen. Andersherum dürfte es genauso kommen. Vizepräsident Schmidt wünscht sich fürs Erste lediglich Klarheit. „Wenn es ein Urteil gibt, kann man damit was anfangen. Wir könnten ja im Moment nicht einmal einen Notvorstand bestellen. Ein Vergleich hätte in Sachen Rechtssicherheit nichts gebracht.“ Schmidts besonnene Bestandsaufnahme: „Es gibt bei der alten Satzung, um die es hier geht, zwei Arten der Auffassung. Reicht die Bestellung oder braucht es die Bestätigung? Wenn jemandem ein Vorwurf zu machen ist, dann dem alten Satzungsgeber.“ Federführend war damals Ex-1860-Schatzmeister Peter Englert – wegen Todes am 14. März 2010 nicht mehr zu befragen.

lk

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Schon jetzt ist klar: Eric Weeger wird am Sonntag Rekord brechen
Schon jetzt ist klar: Eric Weeger wird am Sonntag Rekord brechen
Löwen-Reserve: Nächster Sieg in Traunstein?
Löwen-Reserve: Nächster Sieg in Traunstein?
1860 vor dem Derby in Augsburg: Tabelle gut, Team gut, Stimmung gut
1860 vor dem Derby in Augsburg: Tabelle gut, Team gut, Stimmung gut
Klare Worte: Das sagt Bierofka zu Zündlern im Sechzig-Block
Klare Worte: Das sagt Bierofka zu Zündlern im Sechzig-Block

Kommentare