"Nicht mehr viel zu warten"

Benny Lauth beendet seine Profi-Karriere

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Benjamin Lauth beendet seine Karriere.

München - Nie wieder Profi-Fußball: Löwen-Urgestein Benjamin Lauth kündigt das Ende seiner Karriere an. Er wolle nicht mehr getrennt von seiner Familie sein.

Immer wieder, wenn es um mögliche Neuverpflichtungen für den TSV 1860 München geht, wird der Name Benjamin Lauth ins Spiel gebracht. Vor allem bei den Löwen-Fans genießt der Stürmer große Beliebtheit. Wen wundert's, trug der 34-Jährige doch - mit Unterbrechungen - insgesamt acht Jahre das Trikot der Blauen und stammt auch aus der Jugend der Münchner. Und zu haben wäre er auch noch, schließlich ist er nach seinem einjährigen Engagement bei Ferencvaros Budapest ohne Verein. Doch daraus wird nichts mehr. Nicht bei Sechzig, und auch bei keinem anderen Klub.

"Wir haben jetzt Mitte September. Da gibt es nicht mehr viel zu warten für mich", sagt Lauth im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. "Ich muss mich nicht groß hinstellen und sagen, dass ich nicht mehr Fußball spiele. Das merkt man dann schon." Kurzum: Benjamin Lauth beendet seine Profi-Karriere. Zuletzt hatte Löwen-Sportchef Necat Aygün im Interview mit dem Münchner Merkur eine Rückkehr des einstigen Fanlieblings ausgeschlossen.

Benjamin Lauth will mehr Zeit für seine Familie um Hund Casper haben.

Die Möglichkeiten, irgendwo unterzukommen, habe es durchaus gegeben. Seit Juli flatterten einige Anfragen für den vereinslosen Angreifer ins Haus, doch die hätten eben nicht "zu hundert Prozent" gepasst, erklärt der 34-Jährige: "Gegen Ende der Karriere wollte ich nicht mehr irgendwohin, wo ich weit von der Familie weg bin." Seine Frau Jiliane, Sohn Liam und Hund Casper sollen nicht mehr zu kurz kommen. 

Lauth reifte bei 1860 München zum Nationalspieler

Als Benjamin Lauth im Februar 2003 beim 1:3 in Spanien unter Teamchef Rudi Völler für die deutsche Nationalmannschaft debütierte, wurde dem damals 21-Jährigen eine große Zukunft prognostiziert. Obwohl er in der Folge neben dem TSV 1860 München auch für den Hamburger SV, den VfB Stuttgart und Hannover 96 kickte, blieb Lauth der große Durchbruch verwehrt. „Klar denke ich mir manchmal, da wäre viel mehr drin gewesen. Trotzdem war das, was ich abgeliefert habe, schon sehr gut“, resümiertder Angreifer.

Gescheiterte Talente? Altintop fällt zuerst ein Ex-Löwe ein

Zum vermeintlichen Abschluss seiner Karriere gewann Lauth mit Budapest im Mai den ungarischen Pokal. Im Jahr 2007 eroberte er mit dem VfB die Deutsche Meisterschaft. Bei der DFB-Elf kam er nicht über fünf Einsätze hinaus. Ein Abschiedsspiel ist nicht geplant.

mg/dpa

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