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Löwen-Streich geht nach hinten los: 1860-Fans wischen FC Bayern eins aus - und landen vor Gericht

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Von: Moritz Bletzinger

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Fußball-Fans führen eigentlich immer Sticker-Krieg: Eine Gruppe Löwen-Ultras ging noch einen Schritt weiter.
Fußball-Fans führen eigentlich immer Sticker-Krieg: Eine Gruppe Löwen-Ultras ging noch einen Schritt weiter. © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago

Der FC Bayern in der Grünwalder Straße? Vier Löwen-Fans haben München ein blaues Wunder erleben lassen. Jetzt landeten sie vor dem Amtsgericht.

München - Vor drei Jahren waren Giesing und Au-Haidhausen blau-weiß: Eine Truppe Löwen-Fans hatte ihr Werk vollbracht. Etliche Straßen wurden von ihnen umbenannt. „Grünwalder Straße“ war an jeder Ecke zu lesen. 44 Straßenschilder haben die Fans mit ihren Löwen-Pickerln überklebt.

FC Bayern in der „Grünwalder Straße“: Löwen-Fans überkleben Straßenschilder - und landen vor Gericht

Die Säbener Straße* wurde von ihnen natürlich nicht verschont. Im Gegenteil. Und so stand der FC-Bayern-Hauptsitz plötzlich in der Grünwalder Straße. Wahrscheinlich eine besondere Freude für die Löwen-Anhänger. Die Stadt freut‘s aber nicht. „Die Aufkleber mussten mit nicht unerheblichem Kostenaufwand entfernt werden“, teilt die Staatsanwaltschaft München der Bild mit.

2.800 Euro hat die Klebe-Aktion gekostet. Vier Löwen-Fans mussten nun am Mittwoch dafür gerade stehen. Vor dem Amtsgericht München wurde ihnen der Prozess gemacht. Den sie allerdings größtenteils umgehen konnten. Die Anwälte ermöglichten einen Deal: Das Verfahren wurde eingestellt. Die vier Angeklagten haben dafür ein umfangreiches Geständnis abgelegt und jeweils 700 Euro an die Stadt München zahlen, wie die tz erfuhr. Die Schadenssumme ist also wieder in der Stadtkasse.

Kunstaktion? 1860-Fans hatten wohl passende Ausrede für Klebe-Aktion

Die Fotos vom Grünwalder-Schild vor dem FCB-Gebäude dürften es den 1860-Anhängern fast wert gewesen sein. An der Säbener Straße waren sie laut Bild auch besonders aktiv. 20 Straßenschilder sollen sie dort überklebt haben. Das Blatt berichtet auch vom Tarnungsversuch der Truppe: Verwunderten Passanten sollen sie erzählt haben, es handle sich um eine Kunst-Aktion. Wie sagt man so schön? Die liegt im Auge des Betrachters. (Moritz Bletzinger)

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