Derbyniederlage könnte zum Abstieg in die Regionalliga führen

Schießt 1860 Bayern II aus der 3.Liga? „Zwei Fliegen mit einer Klappe“

Der Traum von Roman Wöll wäre es, dass der TSV 1860 München den FC Bayern II aus der 3. Liga schießt.
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Der Traum von Roman Wöll wäre es, dass der TSV 1860 München den FC Bayern II aus der 3. Liga schießt.

Ausgerechnet der TSV 1860 München könnte den FC Bayern II im Derby in die Regionalliga befördern und selbst einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machen. 

München – Roman Wöll lacht, als er die Antwort ausgesprochen hat. An diesem Sonntag (14 Uhr) können seine Sechziger im kleinen Derby gegen die Talente-Auswahl des FC Bayern nicht nur einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machen, sondern dem sportlichen (Ex)-Rivalen gleichzeitig einen empfindlichen Stich in die Prestige-Organe verpassen. Sollten die Löwen gewinnen und gleichzeitig einer der Bayern-Konkurrenten (Uerdingen, Meppen), dann wäre die Zweitverwertung des Abomeisters schon vor dem finalen Heimspiel gegen Halle abgestiegen. Als amtierender Drittliga-Meister. Mit der Aussicht, dass Regionalliga-West-Tabellenführer Borussia Dortmund II in der kommenden Drittliga-Saison die einzige Reserve eines Proficlubs im Profifußball sein könnte. Maximal bitter.

Und den Löwen maximal wurscht. „Wir freuen uns auf die nächsten beiden Liga-Spiele und hoffen, dass es gegen den FC Bayern II wieder drei Punkte gibt“, sagte Trainer Michael Köllner nach dem Remis beim SV Wehen-Wiesbaden. Mehr ließ sich Fuchsmühls prominentester Vollbartträger nicht entlocken. Seiner Mannschaft hat er bis einschließlich heute freigegeben. Keine Irritationen aufkommen lassen, die desolaten Bayern nicht mal in die Nähe der blauen Hirnrinde bringen – das ist Köllners Devise vor dem Match am Sonntag. Der größere Druck liegt ohnehin beim Gegner, schließlich haben die Löwen zumindest das Endspiel um Platz drei am 22. Mai in Ingolstadt sicher.

FC Bayern II verliert auch gegen Schlusslicht SpVgg Unterhaching

Die Ratlosigkeit hat sich einstweilen an der Säbener Straße breitgemacht. Ex-Löwe und Bayern-Coach Danny Schwarz war bedient nach dem 1:2 gegen die bereits abgestiegene SpVgg Unterhaching: „Ich möchte jetzt nicht unfair sein. Die Jungs haben sich brutal viel vorgenommen, auch wenn das überhaupt nicht so ausgesehen hat… Heute hat sich alles im Kopf abgespielt. Wer selber mal in so einer Situation war, der weiß, wie eklig das ist.“ Und weiter: „Das Spielglück hat uns heute gefehlt. Nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass jeder drei, vier Kilo mehr mitgetragen hat. In der Halbzeit haben wir versucht die Köpfe wieder freizubekommen, aber es wurde leider nicht wirklich besser. Haching konnte ohne Druck drauf losspielen und wir mussten agieren.“

Der Trainerwechsel von Holger Seitz zum Duo Schwarz/Martin Demichelis Anfang April hat sich bislang als Schuss in den Ofen erwiesen. In sechs Spielen holten die kleinen Bayern drei Unentschieden, der Rest ging verloren. Kam Holger Seitz noch auf einen Punkteschnitt von schwachen 1,1, ist der des neuen Gespanns mit 0,5 indiskutabel.

Schlusswort Roman Wöll über Bayern II: „Die einen sind zu schwach, die anderen unzufrieden. Genau umkehrt wie bei uns quasi.“ Kein schadenfrohes Lachen, nur ein zufriedenes Brummen.

(Ludwig Krammer)

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