Vizepräsident Schmidt weiter im Amt?

Formfehler! Rücktritt des Löwen-Präsidiums ist nichtig 

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Der zurückgetretene 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer (l.) hat bei seinem Rücktritt alles richtig gemacht - nicht so sein Stellvertreter Heinz Schmidt (r.), dessen Demission wegen eines Formfehlers nichtig ist.

München - Der TSV 1860 sieht sich einem völlig neuen Problem gegenüber. Wie sich herausstellt, passierte im Zuge des Rücktritts des Präsidiums mit Gerhard Mayrhofer an der Spitze ein Formfehler, womit der Rücktritt des Vize Heinz Schmidt nichtig ist. 

Als Interims-Vizepräsident Karl Christian Bay, Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek und Ismaiks Statthalter Noor Basha jetzt bei Löwen-Investor Ismaik in Abu Dhabi vorstellig wurden, gab es Neuigkeiten, mit denen wohl niemand gerechnet hatte: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wurden die Verantwortlichen der Löwen dort mit der Nachricht konfrontiert, dass der Rücktritt von Vize-Präsident Schmidt gemäß des Vereinsrechtes der Münchner Löwen ungültig ist. Hingewiesen worden sei der Verein auf diesen Formfehler durch das Registergericht, berichtet die "SZ".

Hintergrund ist demnach, dass Heinz Schmidt seinen Rücktritt nicht gegenüber einem Vertreter des Vereins erklärt hat. Er hatte ihn nämlich gegenüber Mayrhofer und Altmann kund getan - die waren aber zu dem Zeitpunkt selber schon zurückgetreten.   

Vereinsrecht bleibt jedoch Vereinsrecht: Vize-Präsident Heinz Schmidt ist somit heute formell immer noch im Amt. Nun werde Schmidt, so heißt es, sein Amt erst mal weiter wahrnehmen.

js

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