Jetzt dürfen auch wieder Frauen kicken

1860 München: Neue Fußball-Sparte gegründet - aber es gibt einen Haken

Inzwischen sind schon 25 Mädels Teil der neugegründeten Sparte.
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Inzwischen sind schon 25 Mädels Teil der neugegründeten Sparte.

Bei den Münchner Löwen wird nun auch wieder Frauenfußball gespielt. Der Weg dort hin war aber alles andere als einfach und es wird schwierig bleiben.

  • Nach knapp 40 Jahren stellen die Löwen erstmals wieder eine Damenmannschaft.
  • Der Trainingsbetrieb läuft seit Kurzem.
  • Die Sparte muss sich komplett selbst finanzieren.

München- Während die Bayern-Damen in den letzten Jahren Titel abgeräumt haben, sucht man bei den Münchner Löwen seit knapp 40 Jahren vergebens nach einer Damenmannschaft. Das soll sichjetzt ändern. Drei Frauen, Veronika Seemann,Silke Dehling und Hannah Conrad, taten sich mit ihrem Vorhaben zusammen und traten kurzerhand an denVerein heran. Mit Erfolg

Nachdem am 17. August die Gründung der Damenmannschaft unter Dach und Fach war, dauerte es gerade einmaleine Woche bis man die erste Trainingseinheit auf die Beine stellte. DerZuspruch sei riesig. „Wir hatten sofort 25 Fußballerinnen zusammen. Ich war beeindruckt, wie schnell das ging“, so Seemann in der Süddeutschen Zeitung. „Sogar von Mädels, die höherklassig gespielt haben, aber eben gerne zu Sechzig wollen.“

1860-Damen: Trainer-Entscheidung steht noch aus

Auch wenn es in erster Linie darum geht, eine Mannschaft für den Breitensport anzubieten, nehmen die Neu-Löwinnen die Organisation nicht auf die leichte Schulter. Die noch ausstehende Trainer-Verpflichtung soll wohlüberlegt sein. „"Wir treffen uns fast jeden Abend mit Kandidaten, das hat oberste Priorität", sagt Dehling. 

Unter Zeitdruck stehen die Organisatorinnen dabei nicht unbedingt. Man wolle nämlich erst im Herbst 2021 ein Team für denLigabetrieb melden. So habe man genügend Vorlaufzeit für einen geregelten Start.

Als Trainingsörtlichkeit steht den 60-Mädels die städtische Sportanlage an der St.-Martin-Straße in Obergiesing zur Verfügung. An solchenlogistischen Probleme waren früher Wiederbelebungsversuche der Frauen-Abteilung schongescheitert. Diesmal hatte man dasGlück, dass sich Fußball-Abteilungsleiter Roman Beer zum damaligen Zeitpunkt ohne um genau solche Fragen kümmerte.

Wirtschaftliche Herausforderung: Löwinnen müssen sich selbst finanzieren

Einfach wird es dennoch nicht. Denn: DieSparte muss sich komplett selbst finanzieren. Keine einfache Aufgabe, doch Dehling und Co. sind fest entschlossen, es durchzuziehen. Man wolle aber erst einmal schauen „wohin es geht. Wir sagen nicht, wir wollen unbedingt in die Bundesliga. Das bringt nichts.“

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