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„Mit Glück und Mölders“: 1860 ringt Schweinfurt nieder

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Von: Florian weiß

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Jubel bei den Löwen, die jetzt acht Punkte Vorsprung in der Tabelle haben.
Jubel bei den Löwen, die jetzt acht Punkte Vorsprung in der Tabelle haben. © MIS

Der TSV 1860 gewinnt das Spitzenspiel der Regionalliga Bayern gegen Schweinfurt 05 und baut seinen Vorsprung in der Tabelle auf acht Zähler aus. Es war ein hartes Stück Arbeit.

München - Was für ein wichtiger und hart erkämpfter Sieg! Der TSV 1860 ringt in einem Spitzenspiel, das diesen Namen wahrlich verdient hatte, den 1. FC Schweinfurt 05 nieder und baut seinen Vorsprung mit dem 3:1 (2:1) am Samstagnachmittag auf den Verfolger aus Unterfranken auf acht Punkte aus (den Spielverlauf können Sie hier in unserem Ticker nachlesen). Daniel Bierofka war erleichtert nach einem sehr „emotionalem Spiel“, wie er sagte. „Wir haben Glück und einen super Sascha Mölders gehabt.“ Sein Gegenüber haderte allerdings mit dem Ergebnis. „Der Gegner machte aus wenig Chancen drei Tore und wir konnten unsere Chancen einfach nicht nutzen“, so FCS-
Coach Gerd Klaus. „Wir waren eine Stunde die besser Mannschaft.“

Die Löwen bestimmten die ersten 30 Minuten der Partie vor 12.200 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Grünwalder Stadion nach Belieben. Markus Ziereis (6.) und Sascha Mölders (13.) brachten die fulminant aufspielenden Hausherren frühzeitg klar in Führung. In der Folge hatte die Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka alles im Griff, der Tabellenzweite aus Unterfranken sah kein Land gegen den Spitzenreiter. Der sehenswerte 1:2-Anschlusstreffer per Schlenzer von Kevin Fery (32.) fiel vollkommen überraschend, ließ die Schweinfurter aber aufwachen und die bis dahin so sicher wirkenden Löwen ins Wanken geraten.

Markus Ziereis bringt die Löwen bereits nach sechs Minuten in Führung.
Markus Ziereis bringt die Löwen bereits nach sechs Minuten in Führung. © MIS

Nach der Pause übernahm der FCS endgültig das Zepter und drückte dem TSV 1860 sein Spiel auf. Die Löwen wurden immer mehr in die eigene Hälfte gedrückt und schwächten sich dann auch noch selbst. Nicholas Helmbrecht musste nach einem dummen Foul an der Mittellinie mit der Gelbroten Karte vom Feld (55.). „So darf man nicht hingehen“, so Bierofka. „Aber es kommen halt Emotionen hoch.“

In der Folge wurde das Spiel auf Giesings Höhen zu einer wahren weiß-blauen Abwehrschlacht, in der 73. Minute köpfte Jan Mauersberger das Leder gerade noch so vor der Linie über den Löwen-Kasten. „Jeder wollte vermeiden, dass wir unentschieden spielen“, kommentierte Bierofka. Der TSV 1860 kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus und konnte nur einen echten Konter setzen - der führte aber zur Entscheidung. Einen weiten Ball von Philipp Steinhart konnte Sascha Mölders zum 3:1-Endstand vollenden (85.).

Sechzig bleibt mit dem Erfolg nicht nur Tabellenführer, sondern setzt sich von Verfolger Schweinfurt ab. Schon am Dienstag geht es für die Blauen weiter, dann gastieren sie beim VfB Eichstätt.

Florian Weiß

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