Moniz: "Sind limitiert"

Hier vergibt Okotie den Löwen-Sieg

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Ruben Okotie hatte kurz vor Schluss noch das Tor zum Sieg auf dem Kopf.

Heidenheim - Gegen den 1. FC Heidenheim wollte der TSV 1860 die ersten drei Punkte der Saison holen. Nach einer turbulenten Partie mussten sich die Löwen aber mit einem Unentschieden zufrieden geben.

Die allerletzte Szene im Stadion von Heidenheim: Bedia schlägt eine Ecke Ecke in den Strafraum, Okotie köpft aus kurzer Distanz, und Torhüter Zimmermann wehrt den Ball mit einem unglaublichen Reflex ab. Nix war’s mit dem ersten Saisonsieg für die Löwen, die nach dem Schlusspfiff vor lauter Enttäuschung in sich zusammensackten, nachdem die Riesenchance nicht reingegangenen war. So mussten sie sich mit einem 2:2 (1:0) auf den Heimweg machen, immerhin der erste Punktgewinn im dritten Saisonspiel, die gräßliche 0 in der Tabelle ist wenigstens weg. „Aber es sind zwei verlorene Punkte, leider“, ärgerte sich Sportchef Gerhard Poschner.

Angefangen hatten die Löwen, als wollten sie ganz Heidenheim niederrennen. „Wir müssen bis in die Haarspitzen motiviert sein“, hatte Poschner gefordert, und in der ersten Viertelstunde gehorchten ihm die Spieler aufs Wort. Ein Angriff nach dem anderen wurde aufs Tor des Aufsteigers gestartet, und nach dreizehn Minuten dann auch die Belohung. Nach einem bösen Fehler von Wittek sprang der Ball zu Okotie, der zog sofort ab, Griesbeck fälschte ab – 1:0 für die Löwen.

Aber mit der Führung stellten die Sechziger ihr forsches Offensivspiel mehr oder weniger ein, und Heidenheim konnte sich langsam berappeln. Auch Ricardo Moniz war ratlos. „Wir haben den gleichen Fehler gemacht wie in Kaiserslautern“, schimpfte der Löwencoach. „Wir waren nicht mehr hungrif auf Tore. In dieser Hinsicht sind wir limitiert.“

Nicht nur da. Auch in der Abwehr, wie sich gleich nach dem Wiederanpfiff zeigte. Schnatterer vergab zwar zunächst noch eine Riesenchance (50.), aber eineMinute später der Ausgleich. Ausgerechnet der ehemalige Jugendspieler der Löwen, Florian Niederlechner, traf, nachdem er Kagelmacher und Schindler alt aussehen hat lassen. Und vier Minuten drauf die Führung für Heidenheim. Steinhöfer ließ Griesbeck nach einer Ecke ungehindert köpfen – so einfach ging das. Die Löwen ergaben sich aber nicht in ihr Schicksal, brachten Stark für den schwachen Sanchez, und in der 61. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von Bedia knallte Wood aber den Ball aus fünf Metern übers leere Tor. Unglaublich!

Der Startschuss jedoch eine neue Löwenoffensive. Die in der 66. Minute belohnt wurde. Leonardo raffte sich zu einem Solo auf, ließ einige Heidenheimer stehen und und traf mit links zum Ausgleich. (66.). „Da waren wir dank Leo wenigstens mal individuell stark genug“, lobte Moniz. Und vier Minuten später die Riesenmöglichkeit zur erneuten Führung. Strauß hatte Stark im Strafraum niedergerissen, Okotie trat zum Elfer an, aber Zimmermann hielt. Auf der anderen Seite wieder Glück: Ortega hielt prächtig gegen Heine (72.), Schnatterer traf den Pfosten (77.). „Es war alles drin“, resümierte Moniz, „ein angenehmes Spiel für einen neutralen Zuschauer, aber nicht für den Trainer…“

Löwen mit Remis gegen Heidenheim - Bilder zum Spiel

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