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Löwen-Stark: Sechziger mit Demonstration in Memmingen

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Von: Ludwig Krammer

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Starker Auftakt der Löwen. Karger (v.) traf zum wichtigen 2:0.
Starker Auftakt der Löwen. Karger (v.) traf zum wichtigen 2:0. © MIS

Endlich rollt der Ball wieder. Der TSV 1860 musste zum Auftakt in der Regionalliga Bayern zum FC Memmingen reisen. Dort zeigten die Löwen eine bärenstarke Vorstellung.

Memmingen - Daniel Bierofka ballte die Siegesfaust. Viel effektiver hätte seine Mannschaft nicht in die Regionalliga-Saison starten können. Mit 4:1 (1:0) siegte der TSV 1860 am Donnerstagabend vor 5000 Zuschauern beim FC Memmingen. Christian Köppel, Nico Karger, Timo Gebhart und der eingewechselte Nicholas Helmbrecht machten aus sechs Chancen vier Tore. Ebenso erfreulich aus Sicht der Löwen: Der mitgereiste Anhang sparte sich das zur Tradition gewordene Feuerwerk im Fanblock. So kann’s gerne weitergehen am kommenden Freitag gegen Wacker Burghausen.

Dichtgepackte Ränge in der Memminger Arena, dreistellige Schwarzmarkpreise, es herrschte Pokalfeeling bei bestem Sommerwetter im Allgäu. Dinge, für die Bierofka nichts übrig hatte. Voll konzentriert kauerte der Löwen-Trainer in Hockstellung am Spielfeldrand. Und sah eine Mannschaft, die sich nach nervöser Anfangsphase (Torwart Marco Hiller) wie gefordert zerfetzte für den Verein und seinen Anhang. Zweikampfstark und gedankenschnell beim Umschalten begegneten die Sechziger den geschickt pressenden Gastgebern. Spielerische Akzente setzte vor allem Timo Gebhart, der in seiner Heimatstadt von Beginn an zeigen wollte, welche Klasse nach jahrelanger Odyssee noch immer in ihm steckt.

Köppel macht mit einem Traumtor den Anfang

Gut zehn Minuten waren gespielt, als Gebhart mit einem präzisen Pass aus dem Mittelfeld den links gestarteten Christian Köppel bediente; der gebürtige Münchner sah, dass Memmingens Keeper Martin Gruber zu weit vor seinem Kasten stand und schickte die Kugel mit links per 25-Meter-Lob zum 1:0 ins lange Eck (11.). Ein traumhaftes erstes Ausrufezeichen in dieser Regionalliga-Saison. Und ein Tor, dass die Memminger noch mehr anstachelte, während die Blauen nun verstärkt auf Konter setzten. Die Folge: ein Schlagabtausch für Freunde des Kampffußballs – kaum ein Spielzug hatte mehr als zwei Stationen. Strafraumszenen? Nico Karger hatte nach Vorlage von Sascha Mölders die größte Chance vor dem Seitenwechsel, scheiterte mit seiner Direktabnahme aus sechs Metern am stark reagierenden Gruber (38.).

Bemerkenswertes aus der Halbzeitpause: 1860-Geschäftsführer Markus Fauser lobte am Sport1-Mikrofon den Investoren-Kandidaten Gerhard Mey. „Er kommt aus München, ist ein Urgestein. Das könnte sehr gut passen“, sagte Fauser über den milliardenschweren Chef des Autozulieferers Webasto. Hasan Ismaik hat’s vernommen.

Hier können Sie den Spielverlauf im Ticker nachlesen. 

Rein sportlich klappte es auch ohne frische Millionen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff durften die Löwenfans das zweite Traumtor bejubeln. Karger tanzte an der Strafraumgrenze Gegenspieler Zweckbronner aus und donnerte die Kugel mit rechts in den linken Winkel (50.).

Die Entscheidung? Noch nicht. Nachdem Karger allein vor Gruber das 3:0 vergeben hatte (58.), kam Memmingen zu zwei Großchancen. Kindsvater musste nach einer Ecke auf der Linie klären (67.), wenig später parierte Hiller aus fünf Metern gegen Nikolic. Erst Gebhart machte in der 72. Minute den Deckel drauf. Aus vier Metern hatte der 28-Jährige nach Vorlage von Kindsvater keine Mühe zu vollenden. Krogler gelang noch das ebenso späte wie verdiente 1:3 (84.), Helmbrecht setzte nach einem langen Ball in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

lk

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