Sechzig-Serie gerissen

Löwen beenden Hinrunde auf Abstiegsplatz

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Die Löwen ärgern sich über eine unnötige Niederlage gegen den FSV Frankfurt.

München - Mit einer Niederlage beendet der TSV 1860 die Hinrunde der 2. Bundesliga. Nach einem umstrittenen Elfmeter verloren die Münchner zuhause mit 0:1 gegen den FSV Frankfurt.

Was für eine Enttäuschung. Eine Woche nach dem 4:4-Spektakel in Paderborn versagten die Löwen am Freitag im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt auf der ganzen Linie und verloren mit 0:1 (0:1). So ganz nebenbei ist auch die Serie von fünf ungeschlagenen Pflichtspielen gerissen, aber was viel schlimmer ist: Man beendet die Vorrunde auf Platz 17, einem Abstiegsrang, und das mit der kümmerlichen Ausbeute von 14 Punkten. So schlecht standen die Sechziger noch nie da.

Fast über die gesamten 90 Minuten ließen es die Löwen an jeglicher Durchschlagskraft missen, an Tempo und halbwegs guten Einfällen. Und das Tor, das man sich einfing war an Unbeholfenheit auch nicht mehr zu übertreffen. Wie schon bei der 0:1-Heimpleite gegen den Karlsruher SC hieß der Unglückrabe Sertan Yegenoglu. Zuerst brachte er die Frankfurter Offensive mit einem misslungenen Kopfball in Stellung, und als der Innenverteidiger seinen Fehler wieder gutmachen wollte, brachte er im Strafraum Halimi zu Fall – Elfmeter. Schahin schoss, Eicher war noch dran, der Ball aber trotzdem drin: 0:1 (37.).

Serie vorbei: Einmal die Note 5 - Bilder vom Spiel

Mit diesem Vorsprung im Kreuz zogen die Frankfurter ihren Abwehrriegel noch massiver zusammmen und die Sechziger fanden kaum noch eine Lösung.

Mulic macht seine Sache gut

Als es noch 0:0 stand, boten sich wenigstens noch ein paar Möglichkeiten für die Löwen, die wie am Freitag schon befürchtet, auf den erkrankten Gary Kagelmacher verzichten mussten. Er wurde auf der rechten Abwehrseite von Emanuel Taffertshofer ersetzt, der zum zweiten Mal in der 2. Liga in der Anfangself stand. Und anstelle des immer noch am Knie verletzten Marius Wolf durfte erstmals Fejsal Mulic von Beginn an ran.

Und der elend lange Serbe machte seine Sache als Rechtsaußen in den ersten 45 Minuten mehr als gut. So gut, dass aus der Fankurve der Löwen irgendwann laute „Mulic, Mulic“-Rufe erschallten. In der 24. Minute war der Angreifer nah dran am Führungstreffer, sein Schuss nach schöner Ballverarbeitung strich aber übers Tor. Und zwei Minuten vor der Pause scheiterte Mulic an Torhüter Weis. Der hatte schon nach einer halben Stunde stark reagiert, als Okotie nach einer präzisen Flanke des ansonsten recht fehlerhaft agierenden Michael Liendl zu einer Kopfballchance kam.

Das Spiel im Ticker zum Nachlesen.

Nach der Pause leidet der Spielfluss bei 1860 München

Nach der Pause ging bei den Löwen, die sich richtig schwer taten, ein Spiel aufzuziehen, noch viel weniger zusammen. Benno Möhlmann brachte mit Zweitliga-Debütant Nico Karger und Stefan Mugosa zwar noch zwei weitere Angreifer, aber die zwei gefährlichsten Situationen gingen von Daniel Adlung aus. Ein 18-m-Schuss, der knapp über die Latte zischte (65.) und ein Freistoß, den Keeper Weis zur Ecke abwehrte (76.). „Wir waren heute nicht mit der Überzeugung auf dem Platz wie in den letzten Wochen“, sagte Adlung. „In der ersten Halbzeit hatten wir nicht den Zugriff, den wir uns vorgenommen hatten. Nach der Pause haben wir mehr Druck gemacht, aber den letzten Pass nicht an den Mann bekommen.“

Adlung fügte noch hinzu: „Dass wir kein Spiel mehr verlieren war unwahrscheinlich. Gegen Heidenheim nächsten Freitag müssen wir wieder so auftreten wie vor dem Frankfurt-Spiel.“ Wäre dringend notwendig...

Claudius Mayer, Ludwig Krammer

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