Schwarze Heimserie hält an

Nächste 1860-Pleite: Bewerbung für Liga drei?

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Löwe Maximilian Wittek wird von Frankfurts Manuel Konrad gestoppt.

München - Der TSV 1860 hat seine schwarze Heimserie fortgesetzt. Die Löwen verloren zuhause trotz klarer Überlegenheit auch gegen den FSV Frankfurt.

Und uns allen wünsche ich, dass die Löwen-Mannschaft zur Adventszeit mit Biss ganz viele Punkte sammelt. Das wäre doch die schönste Bescherung unterm Weihnachtsbaum für uns alle.“ So formulierte Gerhard Mayrhofer seine Wünsche im Vorwort des Stadionhefts. Plopp! Nach 90 ernüchternden Minuten gegen den FSV Frankfurt, einer 0:2 (0:1)-Niederlage und dem dritten punktlosen Arena-Auftritt in Folge, könnte die blaue Bescherung in vier Wochen ganz bitter ausfallen. Das Restprogramm 2014 führt die Löwen am kommenden Montag nach Nürnberg, danach geht’s zuhause gegen den KSC und Kaiserslautern, ehe am 22. Dezember RB Leipzig wartet. Leichte Aufgaben sehen anders aus. Aber gibt es für diese Löwen überhaupt leichte Aufgaben?

Gegen die vor der Partie punktgleichen Frankfurter verpassten es die ohne ihren knieverletzten Torjäger Rubin Okotie angetretenen Sechziger wieder, in der Startphase Zeichen zu setzen. Bis zur ersten (Halb)chance dauerte es bemerkenswerte 33 Minuten. Balitsch klärte einen Schuss des engagierten Daniel Adlung zur Ecke. Weitere Versuche von Adlung und Valdet Rama ließen die Hoffnung der 13 800 Fans in der Arena gerade erwachen, da schlug der FSV mit seiner ersten Chance zu. Ilie Sanchez hatte Zlatko Dedic 30 Meter vor dem Tor ziehen lassen, der Slowene vernaschte Schindler, dann Vallori, und lupfte die Kugel an Ortega vorbei ins Eck (44.).

Löwen-Pleite gegen Frankfurt - Nur dreimal Note 3

Löwen-Pleite gegen Frankfurt - Nur dreimal Note 3

„Das hat dem FSV in die Karten gespielt“, sagte Löwen-Coach Markus von Ahlen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit sukzessive den Druck erhöht, aber im Abschluss hat uns die Präzision gefehlt oder die Frankfurter haben noch einen Fuß dazwischen bekommen.“

Diplomatisch formuliert. Härter ausgedrückt sah es so aus: wenig Bewegung, zahllose Fehlpässe, Flanken auf gut Glück – eine Bewerbung für die Dritte Liga. Ob’s mit Okotie besser gelaufen wäre, sei dahingestellt. Deutlich wurde, dass es im Kader nach Rodris Knöcheloperation und Leonardos Vertragsauflösung keine ernstzunehmende Alternative für den Österreicher gibt. Der eingewechselte Mulic fiel lediglich durch seine Größe von 2,03 Metern auf, Kopfballstärke darf man daraus nicht ableiten. Der Versuch, Ramas Flanke von links am entfernten Eck einzunicken, ist mit „kläglich“ noch milde beschrieben. Schon zuvor hatte der Serbe nach Steilpass von Stark eine aussichtsreiche Einschussmöglichkeit versiebt. Engels setzte nach einem Konter in der Schlussminute den 0:2-Schlusspunkt.

„Die Chancen, die du hast, musst du machen“, bilanzierte von Ahlen zum Ende des Nachmittags. Das Fazit von Gästetrainer Möhlmann sollte den Löwen mehr zu denken geben: „Ein gutes Spiel meiner Mannschaft habe ich heute nicht gesehen.“

lk, tz.

Der Spielverlauf im Ticker zum Nachlesen.

SID

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