Ronny König trifft auf Sascha Mölders

TSV 1860 gegen Zwickau: Das Methusalem-Duell

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Sechs Saisontore: Ronny König ist Zwickaus Tor-Papa

Die Löwen spielen am Sonntag in Sachsen: Trainer Michael Köllner erklärt, wie sie Zwickau schlagen wollen.

  • Der TSV 1860 München spielt am Sonntag gegen Zwickau.
  • Zwickaus Ronny König (36) trifft auf Sascha Mölders (fast 35).
  • Trainer Michael Köllner erklärt vor der Partie, wie man die Zwickauer schlagen kann.

Michael Köllner lässt nichts aus, wenn es um  den Sport geht. Am Donnerstagabend holte sich der Trainer des TSV 1860 Inspirationen beim Eishockey, sah den 5:4-Overtime-Sieg des EHC München gegen die Augsburger Panther. Spezielles Schmankerl: „Ich bin zwei Drittel lang neben Hans Zach gesessen und hab mir Tipps fürs Zweikampfverhalten geben lassen. Leider gibt’s bei uns keine Bandenchecks…“ 

Was den Münchner Eishacklern der Abeltshauser Kony, ist den Giesinger Fußballern ihr Sascha Mölders. Knapp acht Jahre älter zwar, aber als Anführer und Spielentscheider immer noch (und mehr denn je) unverzichtbar. Mit elf Saisontoren und acht Vorlagen liegt Mölders hinter Deniz Undav (Meppen, 12/10) und Moritz Stoppelkamp (Duisburg, 13/7) auf Rang drei der Drittliga-Scorerliste - eine Bilanz, die am Sonntag in Zwickau ausgebaut werden soll. 

Dort wird Methusalem Mölders seinem roten Pendant begegnen: Ronny König, 36 Jahre alt, und mit insgesamt 43 FSV-Toren in den letzten vier Jahren eine der Säulen des Zwickauer Erfolgs. „König verkörpert das Zwickauer Spiel“, sagte Köllner am Freitag. „Er geht voran und ist unangenehm zu verteidigen, weil du da ständig im Infight bist.“ Ein Typ wie Mölders eben. Einer, der den Verteidigerkontakt sucht wie der Westkurvenfan seine Halbzeit-Halbe: beharrlich, gerne vehement - und fast immer erfolgreich. Köllner weiß: „Du brauchst diese erfahrenen Spieler, die wissen, wie die Dinge zu erledigen sind.“ 

TSV 1860 München gegen Zwickau: „Wenn du da nicht dagegenhältst, dann gehst du unter“

Was es am Sonntag in Sachsen zu erledigen gebe? Da braucht Köllner nicht lange zu überlegen: „Wir müssen jeden Zweikampf bestreiten, als ob es unser letzter wäre. In Zwickau gibt’s auf die Hölzer. Wenn du da nicht dagegenhältst, dann gehst du unter, hockst hinterher im Bus und schaust blöd.“ Umso deutlicher klingen die Warnungen vor aufkeimender Selbstzufriedenheit. „Wir können keine Mannschaft in dieser Liga aus der kalten Hose schlagen“, meinte Köllner  am Freitag strengen Blickes. Und auch Sportchef Günther Gorenzel war es ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass Fehler zumeist „im Erfolg“ passierten. „Die Fans dürfen träumen. Aber am Ende des Tages tun wir gut daran, uns auf uns zu konzentrieren.“ Karl-Heinz Rummenigge hätte es nicht schöner formulieren können. 

Vor dem Spiel in Zwickau äußerte sich Köllner auch über die Personalsituation bei 1860, Sascha Mölders und das bald schließende Transferfenster, wie Sie auf tz.de* nachlesen können.

Ludwig Krammer

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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