Die Löwen und der Hurrafußball

Mayrhofer: "Das zerrt teils an den Nerven"

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1860-Präsident Gerhard Mayrhofer auf der Tribüne in Heidenheim.

München - Langeweile verbreiten die Löwen in dieser Saison nicht. Der Erfolg bleibt bisher dennoch aus. Präsident Gerhard Mayrhofer sieht mehr Leben auf dem Platz.

Die Zeit des Langweiler-Fußballs ist vorbei, neuerdings stehen die Löwen auch auf dem Platz für Irrwitz und Spektakel. Erst das Drama auf dem Betzenberg, dann der fußballerische Selbstmord in der zweiten Halbzeit gegen Leipzig, gefolgt von einem Ostsee-Krimi im Pokal gegen Kiel. Und am vergangenen Freitag nun dieser wilde Ritt auf der Ostalb – 2:2 in Heidenheim nach 1:0 und 1:2. Kein Wunder, dass 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer nach der Partie von „Herzkasperl-Gefahr“ sprach. „Im Gegensatz zur letzten Saison ist deutlich mehr Leben auf dem Platz zu spüren, auch wenn das Spektakel teilweise schon sehr an den Nerven zerrt.“ Für schwache Nerven und Gefäße sind diese Herzkasperl-Löwen in der Tat eine Bedrohung. Für die Gegner eher weniger.

Stabilität im Mittelfeld, Balance zwischen Offensive und Defensive, koordiniertes Spiel gegen den Ball – die Säulen des modernen Fußballs haben bei Ricardo Moniz’ Mannschaft bislang allenfalls theoretischen Charakter. Der Begriff „Hurrafußball“ kommt der Sache ziemlich nahe, Erfolg in Form von Punkten ist damit allerdings nur mit viel Zockerglück erreichbar.

lk

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