1860-Geschäftsführer räumt Fehler ein

Poschner: "Alle wollten den Umbruch haben"

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Gerhard Poschner.

München - In einem Interview hat 1860-Geschäftsführer Gerhard Poschner einerseits den Umbruch im vergangenen Sommer verteidigt - und andererseits Fehler eingeräumt.

Gerhard Poschner war nach dem 0:3 gegen Union Berlin am Sonntagnachmittag bedient. "Die Niedergeschlagenheit ist groß", gestand er. Die Löwen liegen jetzt auf einem direkten Abstiegsplatz. "Insgesamt war das einfach zu wenig, ganz klar. Aber es sind noch drei Spiele, die Saison ist noch nicht zu Ende", erklärte der 1860-Geschäftsführer.

Schon im Vorfeld der Partie hatte Poschner mit dem Bayerischen Rundfunk über das große Ganze bei den Löwen gesprochen. Das Interview wurde am Sonntagabend bei Blickpunkt Sport in Auszügen gezeigt.

Einerseits rechtfertigt Poschner die Runderneuerung des Kaders im vergangenen Sommer: "Alle wollten den Umbruch haben, alle haben danach geschrien", erinnert Poschner. "Entweder man macht es richtig oder gar nicht. Im Nachhinein ist es immer möglich zu sagen, man hätte das eine oder andere mehr oder weniger machen können."

Dass bei weitem nicht alle Entscheidungen richtig waren, räumt Poschner sehr deutlich ein. "Wir haben alle Fehler gemacht, da gehört Ricardo (Ex-1860-Coach Moniz, Anm. d. Red.) dazu, ich auch, alle, die beteiligt sind.

Poschner rät dazu, die Wirklichkeit nicht zu verkennen. "Die Realität lautet: elf Jahre Zweite Liga", erklärt er. Und hoffentlich geht es nun nicht runter in die dritte Spielklasse. Gelingt der Klassenerhalt, dann wäre Sechzig mit einem tiefblauen Auge davongekommen und könnte die vielen Baustellen in Angriff nehmen. Auch das leidige Stadion-Thema. Poschner: "Wir haben ein finanzielles Handicap, aber auch ein sportliches. Bei Heimspielen entsteht fast nie eine Heim-Atmosphäre."

Zunächst steht erst mal das Sportliche im Fokus, so Poschner nach der 0:3-Pleite: "Wir konzentrieren uns auf die restlichen drei Spiele. Alle anderen Dinge werden hinter verschlossenen Türen besprochen."

lin

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