Er setzt auf den Lerneffekt

Poschner: "Das kostet uns mit Sicherheit Zuschauer"

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Tiiief durchatmen: 1860-Sportchef Gerhard Poschner beim 2:3 in Kaiserslautern.

München - Das Lächeln fällt Gerhard Poschner nach diesem grotesk vergeigten Auftaktspiel in Kaiserslautern schwer. Er rechnet damit, dass der TSV 1860 diese Niederlage mit weniger Zuschauern büßen muss.

Das Lächeln fällt Gerhard Poschner noch schwer nach diesem grotesk vergeigten Auftaktspiel in Kaiserslautern. „Das war das komplette Programm, alle Facetten der deutschen zweiten Liga komprimiert in 90 Minuten“, sagt der 1860-Sportgeschäftsführer“ im Gespräch mit der tz. „Extremst ärgerlich“ sei diese 2:3-Niederlage nach 2:0-

Führung gegen dezimierte Pfälzer. „Wir haben’s verbockt. Für dieses Spiel ist die Kritik mehr als angebracht. Aber es sind noch 33 Spiele in dieser Saison. Und mir ist es lieber, wir verlieren das erste Spiel so als das letzte.“

Poschner: "Das kostet uns mit Sicherheit Zuschauer gegen Leipzig"

Bedrängt auf der Betze: Weigl zwischen Lakic und Matmour.

Auf den Lerneffekt setzen, die Niederlage rasch abhaken, und am Sonntag gegen RB Leipzig den ersten Dreier einfahren – so lautet die (leicht dahingesagte) Devise für die nächsten Tage. Poschner weiß: „Das kostet uns mit Sicherheit Zuschauer gegen Leipzig. Diese Suppe müssen wir jetzt auslöffeln. Die Mannschaft muss am Sonntag da weitermachen, wo sie gegen Kaiserslautern zur Halbzeit aufgehört hat.“ Auf dem Betzenberg habe das Team von der roten Karte bis zum Pausenpfiff „so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Danach haben wir es nicht mehr ansatzweise geschafft, das Spiel zu kontrollieren.“

Warum? Das ist die große Frage, bei deren Beantwortung man nur schwerlich um die Person Ricardo Moniz herumkommt. Was bewog den Coach beispielsweise, Zugang Leonardo trotz offensichtlicher Konditionsprobleme 90 Minuten auf dem Feld zu lassen anstatt den ballsicheren Ilie Sanchez aus der Innenverteidigung ins Mittelfeld zu schieben? Julian Weigl und vor allem Edu Bedia bekamen nicht zuletzt deshalb auf die Knochen, weil Leonardo als Anspielstation praktisch ausfiel.

Poschner will die Maßnahmen des Trainers nicht kommentieren, verweist auf die Entscheidungshoheit des Holländers. „Unser Vertrauen in die Truppe ist groß“, sagt er. „Daran ändern auch diese zweiten 45 Minuten in Lautern nichts.“ Gestern saß Poschner mit Moniz, Co-Trainer Markus von Ahlen, Kaderplaner Carlos Leal und Videoanalyst / Scout Franz Hübl zusammen, um über Transferkandidaten zu sprechen. Einigkeit herrscht darüber, dass in der Offensive noch jemand dazukommen soll. Die Sommer-Transferfrist endet am 2. September um 12 Uhr.

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lk

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