Blitz-Tor macht 60 den Weg frei

Andermatt trifft nach 62 Sekunden: Löwen fertigen Pipinsried ab

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Nickte nach 62 Sekunden ein: Nico Andermatt.

Die Löwen bleiben in der Regionalliga Bayern das Maß aller Dinge. Am Freitagabend gewann das Bierofka-Team daheim auch gegen Pipinsried - eingeleitet durch ein Blitz-Tor von Andermatt.

München - Das Grünwalder Stadion bleibt eine Festung! Auch im achten Liga-Spiel blieben die Löwen Freitagabend daheim ungeschlagen – und das im Auslauf-Modus. Vor 12.500 Zuschauer schlugen die Sechziger Aufsteiger Pipinsried nie gefährdet mit 3:0 (2:0 - hier gibt‘s den Ticker zum Nachlesen). Kräfte sparen für die nächsten schweren Spiele in Augsburg, gegen Bayern und Bayreuth.

Trainer Daniel Bierofka musste auf den gelbgesperrten Daniel Wein verzichten, dazu gönnte er Eric Weeger eine Pause, auch Benjamin Kindsvater fand sich auf der Bank wieder. Dafür gab Nono Koussou sein Startelf-Debüt, Nicholas Helmbrecht kehrte von seiner Gelb-Rot-Sperre zurück und Nicolas Andermatt durfte mal wieder von Beginn an ran.

Die Frage des Spiels: Wie würden die Löwen die letzten beiden kraftraubenden Spiele wegstecken? Die Antwort: Hervorragend! Erste Ecke von Nico Karger, in der Mitte steht Andermatt völlig frei – 1:0 nach gerade einmal 62 Sekunden! So schnell hatten die Löwen in dieser Saison noch nie geknipst.

„Die frühe Führung war entscheidend“, sagte Bierofka später. „Ich bin froh dass wir aus den drei Spielen in den letzten sechs Tagen neun Punkte geholt haben.“ Bierofkas Trainer--Kollege Fabian Hürzeler nahm bei seiner Analyse kein Blatt vor den Mund: „Wir haben uns vor den Fans und den Löwen eingeschissen. Das war ein bitterer Abend für uns.“

Auch, weil das zweite Tor äußerst unglücklich fiel. 32. Minute: Freistoß von Phillipp Steinhart, der Kopfball von Jan Mauersberger landet am Bein des Pipinsrieders Luis Grassow und springt von dort über die Linie. 2:0, Kas gebissen.

Kurz muckten die Gäste in Person von Christoph Burkhard auf, doch Hiller war beim 25-Meter-Knaller des Ex-Löwen zur Stelle (34.). Die 715 mitgereisten Gästefans aus dem 500-Seelen-Dorf im Dachauer Land hatten nicht viele Anlässe, Hoffnung zu schöpfen. Den Willen konnte man ihrer Mannschaft allerdings nicht absprechen.

Löwen schlagen auch Pipinsried: Drei kriegen die Zwei, einer die Vier

Im zweiten Durchgang war das gleiche Bild zu sehen. Die Löwen ließen den Ball gefällig laufen, die Gäste wollten mitspielen, aber sie kamen nicht ins letzte Spielfeld-Drittel. Auf der anderen Seite hatte Sascha Mölders die beste Chance, als er sich nach einem langen Ball durchtankte, aber seinen Schlenzer knapp vorbeisetzte (55.).

1860 zog sich mehr und mehr zurück und überließ den Gästen den Ball – das Tor machten aber trotzdem die Löwen. Helmbrecht spielte Karger frei, der völlig unbedrängt links unten abschließen konnte (66.). Für Karger war es bereits sein neuntes Saisontor. Die Löwen nahmen nun noch einen Gang raus, Pipinsried bekam den Ball, konnte aber nix damit anfangen. Das Spiel passte sich an das nasskalte Wetter in Giesing an. Den Fans war es größtenteils wurscht, sie feiern sich und die Mannschaft nach Kräften. Die Tabellenführung haben die Löwen einstweilen auf 14 Punkte ausgebaut. Launiges Schlusswort des Blitztorschützen Nico Andermatt: „Ich war selbst überrascht von meiner Kopfballstärke. Das klappt sonst nur an der Playstation.“

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