Meisterlöwen schauen zu

Sechzig verzweifelt gegen Fürth am frühen Rückstand

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Pechvogel Sascha Mölders hatte jede Menge guter Gelegenheiten zum Ausgleich, doch er hatte kein Fortune.

München - Der TSV 1860 München hat im Kampf um den Nicht-Abstieg einen erneuten Rückschlag erlitten. Gegen Greuther Fürth waren die Löwen zwar dominant, doch das brachte nichts.

Stark gespielt wie lange nicht mehr, aber wieder keine Punkte eingesackt. Der TSV 1860 verlor am Freitagabend das Heimspiel gegen Greuther Fürth mit 0:1 (0:1), hat dennoch im Abstiegskampf Boden gut gemacht. Was das Torverhältnis betrifft. Denn der SC Paderborn unterlag Union Berlin mit 0:4, wodurch die Löwen sich weiter auf dem Relegationsplatz festkrallen können. Wenigstens etwas.

Die Meisterlöwen von 1966 waren in der Arena - und brachten kein Glück.

„Unendliche Leidenschaft“ erwarte er von den Löwen, hatte Investor Hasan Ismaik einen Tag vor dem Spiel per Facebook gefordert, von Konzentration war bei ihm leider nicht die Rede. Denn nach nicht mal zwei Minuten lagen die Löwen mit 0:1 hinten. Berisha durfte unbehelligt am rechten Flügel auf und davon gehen, in Ruhe flanken, und Zulj in der Mitte ohne groß gestört zu werden, aus wenigen Metern einköpfen.

Gut, Peter Grossers Tipp stimmte auf der einen Seite damit schon. Der Kapitän der Meistermannschaft, der zusammen mit seinen Kollegen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Titelgewinns vor dem Spiel auf dem Rasen der Allianz Arena geehrt wurde, hatte mal ganz locker einen 3:1-Sieg prophezeit.

So weit hergeholt war das erstmal garnicht. Denn die Sechziger erholten sich rasch vom Schock des schnellen Rückstands und ergriffen ihrerseits das Kommando. Nach fünf Minuten dann bereits fast der Ausgleich. Ein schöner Spielzug über Claasen und Aycicek fand seinen Abnehmer in Mölders, aber Fürths Torhüter Mielitz wehrte den Schuss des Löwenstürmers ab. Zwei Minuten später wurde Claasen bei einem Alleingang gerade noch gestoppt. Es rührte sich was in der Arena. Und nach einer Viertelstunde wurde auf der Anzeigetafel mitgeteilt, dass Paderborn 0:2 gegen Union zurücklag. Das mit Bobby Wood ein Ex-Löwe traf, passte bestens.

Und es blieb weiter nicht langweilig. Kagelmacher rettete auf der Linie nach Vukusics Kopfball (17.), und Mölders Kopfballchance wurde gerade noch von Gießelmann vereitelt (21.). Der Ex-Augsburger hatte einfach kein Glück. Zwei weitere gute Möglichkeiten (30./32.) brachte er ebenfalls nicht im Tor unter.

Jede Menge 3er und 4er, einer bekommt die 5: Löwen verlieren gegen Fürth

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Nach der Pause das gleiche Bild. Ein 18-m-Kracher von Liendl strich nur Millimeter am Tor vorbei (49.), Claasens abgefälschter Schuss ging knapp über die Latte (53.), und Ayciceks Freistoß wurde von Mielitz stark gemeistert (56.). Auch Schindlers Schlenzer fand nicht den Weg ins Ziel (56.), und als der Kopfball des starken Claasen von der Latte zurückprallte (73.), waren alle in der Arena langsam am Verzweifeln. Adlung und Okotie kamen noch in der Schlussviertelstunde, das Eckenverhältnis lautete irgendwann 12:0, es half alles nichts. Aber zum Glück gibt's ja noch Paderborn ...

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