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TSV 1860: Klamme Kassen retten Günther Gorenzel

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Von: Ludwig Krammer

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3 Liga  TSV 1860 Mnchen -  
Saison 2018 / 2019
7b9ccc6f-f403-4f30-9200-d7478f0db9dc.jpg © Stefan Matzke

Entgegen letzter Spekulationen wird der Vertrag von Gorenzel wohl doch nicht gekündigt. Den Löwen fehlt schlichtweg das Geld für einen neuen Geschäftsführer.

München – Keine zwei Wochen ist es her, da sah es nicht rosig aus für Günther Gorenzel. „Dieser heutige Tag, aber auch die Entwicklungen der letzten Monate im sportlichen Bereich müssen aufgearbeitet werden“, ließ 1860-Investor Hasan Ismaik nach dem 2:5-Debakel gegen Madgeburg via Social Media mitteilen. „Trotzdem will ich betonen, dass Michael Köllner und auch die Mannschaft nicht zur Diskussion stehen.“

Gorenzel, immerhin Sport-Geschäftsführer der Löwen, fehlte in Ismaiks Vertrauensbekundungen. Und das nicht aus Zufall. Nach Informationen unserer Zeitung war die Seite des Hauptgesellschafters entschlossen, Gorenzels Vertrag fristgerecht zum Jahresende zu kündigen. Es folgten intensive Gespräche zwischen Präsident Robert Reisinger und Ismaiks Münchner Statthalter Anthony Power (bereits im Stadion gegen Magdeburg). Die folgende Woche war vom Thema Sascha Mölders geprägt, wo Gorenzel als Krisenmanager um Sachlichkeit warb. Schließlich: der 2:0 Sieg einer beherzt auftretenden Mannschaft in Dortmund, die Gorenzels Forderung nach Zusammenhalt stark nachkam.

TSV 1860: Wunsch nach Kontinuität übertrumpft Zweifel

Und nun also die Kehrtwende. Am Montagabend bekannte sich der vierköpfige Geschäftsführungs-Beirat um 1860-Präsident Robert Reisinger und KGaA-Aufsichtsratschef und Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris zu einer weiteren Zusammenarbeit mit Gorenzel. Die Gründe? Wie zu hören war, soll der Wunsch nach Kontinuität die Zweifel an Gorenzels Transferpolitik übertrumpft haben. Ganz abgesehen davon, dass die Alternativen und deren Transferwünsche schlicht nicht finanzierbar seien. Die Bild-Zeitung hatte Horst Heldt ins Spiel gebracht, der bei seinen Bundesliga-Stationen (u.a. Schalke, Köln) nicht durch Sparsamkeit aufgefallen war.

Gorenzel hingegen ist den Umgang mit klammen Kassen gewohnt. Blaue Planungsunsicherheit kennt er seit seinem Amtsantritt vor drei Jahren. Und allzu viel dürfte sich daran Stand heute nicht ändern. Bestenfalls werden die Löwen ihren Etat von knapp fünf Millionen Euro halten können, heißt es im Verein. An namhafte Winter-Zugänge, wie den zuletzt gehandelten Philipp Hosiner sei – wenn überhaupt – nur bei einem Pokal-Coup gegen den Karlsruher SC (18. Januar) zu denken. (Ludwig Krammer)

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