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Nächste Ismaik-Watschn: Jetzt sind die Medien dran

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Hasan Ismaik geht jetzt auch auf die Medien los.
Hasan Ismaik geht jetzt auch auf die Medien los. © Christina Pahnke / sampics

München - Hasan Ismaik hat mal wieder losgelegt. Auf Facebook. Diesmal waren nicht Trainer, Sportdirektoren oder Spieler das Angriffsziel, sondern die Medien. Das sah dann beim Investor so aus.

Investor Hasan Ismaik hat in einer beispiellosen Attacke angebliche Missstände beim TSV 1860 angeprangert. "Es gibt Leute im Verein, die Korruption und Plünderung unterstützen - ich werde mit allen Mitteln dagegen vorgehen", schrieb Ismaik auf seiner Facebook-Seite. "Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug für den TSV 1860 kämpfen", kündigte er an, "um alle Machenschaften in diesem großartigen Verein aufzudecken."

Konkret wurde Ismaik nicht. Allerdings verstieg er sich erneut in zu heftiger Kritik an der aus seiner Sicht "despektierlichen, unverschämten und verlogenen Berichterstattung in den regionalen und überregionalen Medien" über den deutschen Meister von 1966. Ismaik sieht eine "Lügenkampagne" von "charakterlosen Menschen". Hintergrund ist auch die Reaktion der kritischen Öffentlichkeit auf die Entlassung von Trainer Kosta Runjaic.

Er sei fest davon überzeugt, "dass Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit am Ende siegen werden", betonte Ismaik: "Und ich kämpfe für ein besseres 1860, weil ich inzwischen kein Investor mehr bin, sondern ein großer Löwen-Fan." Es sei seine "Lebensaufgabe", den Anhang glücklich zu machen, "weil ich weiß, wie ihr seit Jahren leidet".

Im Hintergrund lässt der Jordanier derweil nach einem neuen Trainer fahnden. Medienberichten zufolge möchte Ismaik einen Teammanager nach englischem Vorbild verpflichten, was die Position von Sportdirektor Thomas Eichin weiter schwächen würde. Mögliche Kandidaten sind der frühere Schalke-Coach Roberto Di Matteo oder Avram Grant, der wie Di Matteo einst den FC Chelsea coachte. Auch Armin Veh, zuletzt bei Eintracht Frankfurt, soll angefragt worden sein.

Ismaiks Wutpost im Wortlaut

Liebe Löwen,

zunächst will ich mich bei Euch bedanken. Hunderte Fans haben mir in den letzten Stunden geschrieben und mich aufgefordert, dass ich mich von der despektierlichen, unverschämten und verlogenen Berichterstattung in den regionalen und überregionalen Medien nicht aus der Spur bringen lassen soll. Das macht mich stolz.

Ein Wort zu den 1860-Reportern: Ich habe ihnen in den ersten Jahren die Hand gereicht. Doch seit geraumer Zeit attackieren sie mich vor allem deswegen, weil ich nicht mehr mit ihnen spreche. Trotzdem versuchen sie über Mittelsmänner mit mir in Kontakt zu treten. Ich werde diesen charakterlosen Menschen nie mehr ein Interview geben. Sie schreiben, dass ich die 50+1-Regel nicht akzeptieren würde. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist ein dreckiges Spiel zwischen Medien und Hintermännern, das ich längst durchschaut habe. Mit ihrer Lügenkampagne bringen die Medien mich jeden Tag noch näher an 1860 als weg davon. Sie versuchen euch über ihre Plattform zu manipulieren und uns Fans in der Stadt, in Bayern und ganz Deutschland lächerlich zu machen. Der TSV 1860 ist zum Spielball von dunklen Interessen geworden.

Ich verspreche euch: Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug für den TSV 1860 kämpfen, um alle Machenschaften in diesem großartigen Verein aufzudecken. Es gibt Leute im Verein, die Korruption und Plünderung unterstützen – ich werde mit allen Mitteln dagegen vorgehen. Es gibt gute Gründe, dass unser Verein seit mehr als einem Jahrzehnt große finanzielle Schwierigkeiten hat. Das liegt nicht allein an der Allianz Arena, sondern an vielen anderen Dingen. Ich habe in meinen ersten Jahren nicht daran geglaubt, dass dies bei einem großen deutschen Fußballklub wie 1860 möglich ist.

Das, was Ismaik jetzt von sich gab, hielten wir auch nicht für möglich…

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