TSV 1860

Ismaiks Fanoffensive: Statement gegenüber ARGE-Bossen

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Hasan Ismaik kommt im Februar nach Bayern.

München - Der Geldgeber lud die ARGE-Bosse nach London ein - und gab ein klares Statement ab. Hasan Ismaik selbst kommt im Februar auf Besuch.

Ob Hasan Ismaik zum Restrunden-Auftakt der Löwen am 6. Februar gegen Nürnberg im Stadion erscheinen wird, ist noch nicht sicher. „Ich habe ihn eingeladen und würde mich freuen wenn er kommen würde“, sagt Präsident Peter Cassalette. „Aber er muss den Termin noch mit seinen anderen Verpflichtungen abstimmen.“

Beim 1860-Fanklub-Dachverband ARGE ist man diesbezüglich schon weiter. Ismaik wird am 19. Februar um 19 Uhr im Gasthaus Festner in Rudelzhausen (Landkreis Freising) erwartet. Alle ­ARGE-Fanklubs seien herzlich eingeladen, heißt es in einer Rundmail des 1. Vorsitzenden Gerhard Schnell, die der tzvorliegt. Mit einem „großen Ansturm“ sei zu rechnen.

Wie der Besuch angebahnt wurde, erklärt Andy Kern, der stellvertretende Vorsitzende der ARGE. Schnell und er seien vor zwei Wochen per Mail von Ismaik nach London eingeladen worden und am 18. Januar in die britische Hauptstadt geflogen, wo sie der 1860-Finanzier in seiner Suite im Hotel „Corinthia“ empfangen habe. „Wir sind über drei Stunden zusammengesessen“, berichtet Kern. „Herr Ismaik hat uns erklärt, wie enttäuscht er von der sportlichen Entwicklung der letzten vier Jahre ist und dass er für die 50 Millionen, die er bisher in Sechzig reingesteckt hat, praktisch nichts bekommen hat.“ Konkrete Forderungen oder Vorschläge seien nicht debattiert worden. „Aber“, so Kern, „er hat uns gegenüber noch mal klar gesagt, dass er seine Löwen nicht im Stich lässt und dass er nicht verkaufen will.“ Auch die zu erwartende DFL-Strafe von 750.000 Euro wolle er übernehmen. Und es sei ihm sehr wichtig, „die Fanklubs kennenzulernen“.

Groß scheint Ismaiks Vertrauen in die handelnden Personen bei 1860 also nicht zu sein. Bereits vor zweieinhalb Jahren hatte der Jordanier die Öffentlichkeit mit einem abendlichen Besuch im Löwenstüberl überrascht, bei dem er vor 40 ausgewählten Fans zur Generalabrechnung mit der damaligen Klubführung um Geschäftsführer Robert Schäfer ansetzte. Ismaik schloss den Abend damals mit der Ankündigung, demnächst 5000 Fans in eine Halle zu laden, „damit ich endlich die Gelegenheit habe, ihnen die Wahrheit zu sagen“. Nun wird es immerhin ein Gasthof in Rudelzhausen.

Ludwig Krammer

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