"These kann ich nicht befürworten"

Reserveteams bevorzugt? 1860 widerspricht SVH-Bossen

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Man muss nicht immer einer Meinung sein. Löwen-Coach Torsten Fröhling (li.) und SVH-Präsident Ewald Matejka.

München - Ewald und Michael Matejka sind die Macher in Heimstetten. In einem Interview haben sie sich über die Bevorzugung der 2. Mannschaften beklagt. 1860-II-Coach Fröhling sieht das völlig anders.

"Mich ärgert, das oft zweite Mannschaften bevorzugt behandelt werden", sagte Heimstettens Vorstand Ewald Matejka vergangene Woche im Doppelinterview mit seinem Sohn Michael über zurückliegende Schiedsrichterentscheidungen. Auch der Junior ist nicht immer einig mit den Pfiffen und dem Verhalten der Unparteiischen. "Schrecklich ist die Arroganz, die einem oft begegnet. Wir leben in einer Demokratie, da muss man seine Meinung sagen können", legte der Manager nach. 

Im Vorort-Gespräch während des Laktattests der kleinen Löwen schilderte Coach Torsten Fröhling seine Sicht der Dinge. "Es ist immer doof, auf Schiedsrichtern rumzuhacken", sagt der 48-Jährige. "Diese These kann ich nun überhaupt nicht befürworten, weil von anderen Mannschaften wird natürlich gegen spielerische Mannschaften viel Hektik und Härte reingebracht."

Er meint damit wahrscheinlich die harte Gangart, die den Junglöwen gelegentlich widerfährt. Für die teilweise noch bei den A-Junioren spielberechtigten Akteure der U21 ist die Umstellung zum Senioren-Fußball nicht immer leicht. Für viele Vereine ist in der Regionalliga Bayern aus finanzieller Sicht Endstation. Ein Aufstieg in die nächsthöhere Klasse scheitert an den Rahmenbedingungen. Ganz klar, dass sich die Klubs dann zumindest in Bayerns höchster Spielklasse dauerhaft einnisten möchten. Und gerade im Abstiegskampf sind die kämpferischen Tugenden wie "Kratzen und Beißen" oft gefragt. Und da stoßen die Spieler der kleinen Löwen dann oft an ihre Grenzen. Denn als Ausbildungsmannschaft, wie Fröhling jüngst sein Team beschrieb, stehen vor allem die spielerischen Komponenten im Vordergrund der täglichen Trainingsarbeit. Die meisten Talente waren außerdem zuvor in der A-Junioren-Bundesliga aktiv, wo sich beinahe ausschließlich die Nachwuchsteams der 1. Bundesliga tummeln. Auch dort versuchen die Trainer, eher spielerische statt kämpferische Lösungen zu vermitteln.

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ak/jb

Quelle: fussball-vorort.de

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