Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

Löwen-Chaos

1860-Insider zu Transfers: "Es sind genug Namen im Gespräch"

München - Ein Insider beim TSV 1860 München meint zum Thema Transfers: "Es sind genug Namen im Gespräch. Der Markt ist heiß."

Das hatte sehr verheißungsvoll geklungen, als Siegfried Schneider, Interims- Präsident des TSV 1860 München, vor zwei Wochen von einer Liste des Sportchefs Gerhard Poschner berichtete. „Da sind tolle Namen dabei“, frohlockte er, „über den einen oder anderen würden wir uns sehr, sehr freuen.“ Spätestens bis Ende dieser Woche sollte, so Schneider, das Gros dieser potenziellen Transfers perfekt sein. Die aktuelle Bilanz ist allerdings überaus dürftig: Bislang konnte Poschner gerade eine einzige Neuverpflichtung vermelden, den Drittligaspieler Milos Debenek von VfB Stuttgart II. „Wir sind alle mit dieser Situation nicht zufrieden“, verlautete ein Insider, der lieber nicht genannt sein wollte.

Gerhard Poschner ist beim TSV 1860 München eigentlich zuständig für Transfers.

Zu zitierfähigen Aussagen lassen sich derzeit kaum noch Funktionsträger der Sechziger hinreißen. Am Sonntag findet die vor drei Wochen verschobene Mitgliederversammlung statt (10.30 Uhr, TonHalle München). Da hier ohnehin mit tonnenweise Zündstoff gerechnet wird, scheut man das Risiko, mit einem falschen Wort die Dinge noch brisanter zu machen. Was die ausbleibenden Transfers angeht, so wagte immer ein Spieler einen kritischen Meinungsbeitrag. „Wir brauchen noch drei bis vier Männer, sonst bekommen wir die selben Probleme wie im letzten Jahr“, sagte Abwehrrecke Gary Kagelmacher: „Ich bin nicht zu 1860 gekommen, um jedes Jahr zu zittern.“

TSV 1860 München: Kader zwei Wochen vor Saisonstart alles andere als vollständig

Nur noch zwei Wochen sind es bis Saisonbeginn, doch noch immer ist der 1860-Kader alles andere als vollzählig. „Es sind genug Namen im Gespräch, der Markt ist noch heiß“, verlautete es aus informierter Quelle. Womöglich fehlen Poschner derzeit auch die nötigen finanziellen Mittel. Zwar wurden durch den Verkauf von Julian Weigl, Bobby Wood und Martin Angha über vier Millionen Euro eingenommen, aber anscheinend verwehrt Investor Hasan Ismaik den entsprechenden Zugriff. Er dürfe die Transfererlöse „nicht reinvestieren“, erklärte Poschner.

Gut möglich, dass das offenbar schmale Budget auch ein Diskussionspunkt gewesen ist, als zu Wochenbeginn Interims-Vizepräsident Karl- Christian Bay, Markus Rejek, Geschäftsführer Marketing und Noor Basha, Ismaiks Stellvertreter, sich in Abu Dhabi mit Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik trafen. Um den Verkauf seiner Anteile – so hieß es – sei es nicht gegangen. Aber sehr wohl um Geldfragen und um die Renovierung der ziemlich zerrütteten Vertrauensgrundlage.

"Netzwerk" von Fans des TSV 1860 München

Wie auch immer, Richard Ostermeier hat von der herkömmlichen Vereinspolitik endgültig genug. Mit sechs Gesinnungsgenossen hat sich das profilierte 1860-Mitglied zu einem „Netzwerk“, wie er es nennt, zusammengeschlossen, um bei der Mitgliederversammlung in den 1860-Verwaltungsrat gewählt zu werden. „Viele Mitglieder sind angewidert von der Außendarstellung des Vereins. Und deswegen bin ich auch davon überzeugt, dass in den Verwaltungsrat neue Köpfe gewählt werden“, sagte er.

Zu den Kernthemen von Ostermeiers Netzwerk zählt der baldige Auszug aus der Allianz Arena („Wer zahlt schon gern dem Lokalrivalen Miete? Das gibt es ansonsten in ganz Europa nicht“), der Bau einer Turnhalle auf dem Vereinsgelände, mehr Transparenz in der Vereinspolitik und eine personelle Neuaufstellung: „Wir brauchen sympathische Repräsentanten des Vereins.“

Überraschend doch wieder zur Vereinsführung zählt übrigens Vizepräsident Heinz Schmidt. Sein Rücktritt vor drei Wochen erwies sich aus formalen Gründen als ungültig. Wie sich nun herausstellte, hatte Schmidt seinen Rückzug dem Ex-Präsidenten Gerhard Mayrhofer und dem Ex-Vize Erik Altmann mitgeteilt. Die beiden aber war vor ihm zurückgetreten. Somit hätte er sich laut Vereinsrecht einem anderen (amtierenden) Vereinsvertreter mitteilen müssen. Alles ziemlich undurchsichtig derzeit bei 1860.

Bilder: Kämpferische Löwen schlagen FK Ufa

Bilder: Kämpferische Löwen schlagen FK Ufa

Von Armin Gibis

Rubriklistenbild: © Sampics

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Das sagt der FDS-Vorsitzende zu Ismaiks Vorwürfen
Das sagt der FDS-Vorsitzende zu Ismaiks Vorwürfen
Löwen wollen jetzt zusammenhalten - aber wie?
Löwen wollen jetzt zusammenhalten - aber wie?
Personal, Taktik, Tickets: Die wichtigsten Fragen zur Relegation
Personal, Taktik, Tickets: Die wichtigsten Fragen zur Relegation
Super-Fan: „Der jetzige Trainer hat keine Ahnung von ...“
Super-Fan: „Der jetzige Trainer hat keine Ahnung von ...“

Kommentare