Runjaic kennt ihn gut

Von Tumor geheilt! ER wird der neue 1860-Torwart

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Jan Zimmermann hat sich schon für 1860 verdient gemacht, lange bevor er zu den Löwen wechselt.

München - Seit Montag pflügen die Bagger das Trainingsgelände des TSV 1860 um. Doch auch am Kader der Löwen wird kräftig gewerkelt. Laut tz-Information ist der Transfer eines neuen Torhüters so gut wie fix.

Zweieinhalb Millionen Euro hat Hasan Ismaik dem TSV 1860 zur Verfügung gestellt, damit das Trainingsgelände an der Grünwalderstraße wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Baustellen gibt es viele: marode Plätze, eine nicht funktionierende Rasenheizung sowie ein kaputtes Kunstrasenfeld. Und Montag ging’s los. Der erste Bagger und zwei Arbeiter machten sich schon mal am Fünfer-Platz zu schaffen.

Auch bei der Mannschaft scheint es mit dem Umbau voranzugehen. Ein neuer Torwart ist im Anflug: Jan Zimmermann vom FC Heidenheim. Der Transfer des 31-Jährigen soll so gut wie fix sein. Trainer Kosta Runjaic kennt Zimmermann aus gemeinsamen Zeiten bei Darmstadt 98, wo beide 2011 den Aufstieg in die Dritte Liga feiern durften.

Beim FC Heidenheim bestätigte man bereits den Weggang eines Torhüters. Geschäftsführer Holger Sanwald: „Einer hat ein Angebot eines anderen Zweitligisten vorliegen und deshalb den Wunsch geäußert, sich zu verändern.“ Eine Einigung mit dem aufnehmenden Verein sei schon erzielt worden. Mit dem TSV 1860 eben.

Tumor in Zimmermanns Kopf durch Tritt eines Gegenspielers entdeckt

Zimmermann sorgte vor gut eineinhalb Jahren für Schlagzeilen, als in seinem Kopf ein Tumor festgestellt wurde. Entdeckt wurde die Erkrankung mehr oder weniger zufällig. Nachdem Zimmermann im Spiel gegen den FC St. Pauli Anfang November 2014 von Stürmer Ante Budimir am Kopf getroffen wurde und eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, drängte ihn Heidenheims Mannschaftsarzt Mathias Frey zu einer MRT-Untersuchung, bei der dann der Tumor diagnostiziert wurde. „Im Nachhinein hat mir Budimirs Tritt das Leben gerettet“, sagte Zimmermann. „Ich bin ihm extrem dankbar.“

Am 26. November 2014 unterzog sich der Torhüter einer siebenstündigen Operation im Klinikum Günzburg, Entwarnung gab es zwei Tage später. „Da bekam ich Bescheid, dass der entfernte Tumor gutartig war“, sagte Zimmermann, der dreieinhalb Monate später sein Comeback feierte.

Übrigens: Am letzten Spieltag der Saison 2014/15 rettete Zimmermann mit einer grandiosen Parade den Heidenheimern in der Nachspielzeit das 2:2 gegen Aue, das gleichzeitig dafür sorgte, dass der TSV 1860 nicht abstieg, sondern in der Relegation gegen Kiel dann doch noch den Klassenerhalt sichern durfte.

tz

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