„Radi ist die Legende schlechthin“

Vor großem Jubiläum des TSV 1860 München: Das sind die größten Löwen aller Zeiten

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Zwei der allergrößten Löwen: Torhüter-Legende Petar Radenkovic und Fredi Heiß (r.), Radis Stürmerkollege aus der Meistermannschaft.

Am 17. Mai feiern die Münchner Löwen ihr 160-jähriges Jubiläum. Wir haben uns mit dem „König von Giesing“ zusammengetan und eine ganz besondere Rangliste erstellt. Wer waren die besten Fußballer des TSV 1860?

  • Großes Jubiläum: Der TSV 1860 München feiert 2020 seinen 160. Geburtstag.
  • Die tz hat eine Serie zu Münchens großer, blauer Liebe zusammengestellt.
  • Wer waren die größten Spieler im Dress des Giesinger Kultvereins?
  • Mehr zum Thema erfahren Sie in unserer tz-App. Wie der Download funktioniert, erklären wir hier.
  • München – 160 Jahre TSV 1860 München. Da gehört sich natürlich auch eine Rangliste der größten Spieler. Wir haben sie aufgestellt. Zusammen mit dem „König von Giesing“, Karsten Wettberg, der die Sechziger 1991 aus der Bayernliga befreite und ihnen bis heute heißen Herzens folgt.

    1. Petar Radenkovic (1962 - 1970): „Die Löwen-Legende schlechthin. Überragender Torwart, dazu ein Showtalent sondergleichen. Ihn kannten auch Leute, die mit Fußball überhaupt nix am Hut hatten. Auf ewig die Nummer 1 bei Sechzig.“

    2. Rudi Brunnenmeier (1960 - 1968): „Der Rudi war eine Naturgewalt als Stürmer, mehr Bundesliga-Tore (66/d. Red.) hat kein anderer Löwe geschossen. Leider ist sein Leben nach dem Fußball nicht mehr in guten Bahnen verlaufen, ums mal harmlos auszudrücken. Ein trauriger Werdegang bis zum Tod 2003 mit 62 Jahren.“

    TSV 1860: Löwe Nowak auf Platz 1 der Mittelstürmer-Rangliste der Bundesliga

    3. Peter Nowak (1994 - 1997): „Ein genialer Zehner. Der Nowak hat die Löwen in der ersten Bundesliga-Saison 1994/95 nach dem Wiederaufstieg fast im Alleingang vor dem Abstieg gerettet. Dass ihn der Kicker damals nach der Rückrunde auf Platz 1 der Mittelstürmer-Rangliste setzte, war nur verdient.“

    4. Fredi Heiß (1959 - 1970): „Der beste Rechtsaußen, der je bei 1860 gespielt hat, da gibt es keine zwei Meinungen. Und dazu ist der Fredi ein herzensguter Mensch, den ich immer gerne treffe.“

    5. Peter Grosser (1963 - 1969): „Unglaublich, wie gut der Peter mit beiden Beinen dribbeln konnte. So eine überragende Technik hatte damals in Deutschland kaum ein anderer. Sein Traumtor in Dortmund hat 1966 die Meisterschaft entschieden.“

    6. Bernd Patzke (1964 - 1969): „Als Spieler ein knallharter Verteidiger, neben dem Platz bis heute immer einen witzigen Spruch auf den Lippen. Auf mehr Länderspiel-Einsätze (18) ist kein anderer Löwe gekommen.“

    7. Martin Max (1999 - 2003): „Ein absoluter Glücksgriff damals mit einem fantastischen Torriecher. Zweimal Bundesliga-Torschützenkönig musst du mit 1860 erst mal werden. Leider haben sie ihn dann zu früh abgegeben. Warum er nur ein paar Minuten in der Nationalmannschaft spielen durfte, das kapier ich bis heute nicht.“

    8. Zjelko Perusic (1965-1970): „Ein ganz ein Ruhiger und Fleißiger. Seine Aufgabe war es meistens, den gegnerischen Spielmacher zu neutralisieren. Am Peru haben sich auch Könner wie Wolfgang Overath und Günter Netzer regelmäßig die Zähne ausgebissen.“

    9. Klaus Fischer (1968 - 1970): „Er ist mit 18 aus dem Bayerischen Wald zu 1860 gekommen und hat dort den Grundstein für seine Stürmerkarriere gelegt. Talent und Fleiß in perfekter Kombination. Die Fallrückzieher kriegt er bis heute hin. Respekt!“

    1860 München: Weltklasse-Profis und kultige Bayernliga-Verteidiger

    10. Thomas Häßler (1999 - 2003): „Der Icke ist in München noch mal richtig aufgeblüht. Ohne ihn wäre Sechzig 2000 nicht in die Champions-League-Qualifikation gekommen. Sein Auge und seine Technik waren brillant, die Freistöße immer noch Weltklasse. Ein Genuss, zuzuschauen.“

    11. Thomas Miller(1989 - 1997): „Der Thomas ist als einfacher Bayernliga-Verteidiger aus Augsburg gekommen, vor seiner Entwicklung bis zum gestandenen Bundesligaspieler zieh ich bis heute meinen Hut. Zum Miller Thomas passt das Wort Kult wie zu keinem zweiten Löwen.“

    12. Gerald Vanenburg (1998 - 1999): „Er war schon 34, als er gekommen ist, aber von Ausklingen hast du da nichts gespürt. Eineinhalb Jahre lang war das spitzenmäßig, was er als Libero gespielt hat. Leider war seine kurze Zeit als Feuerwehrmann 2004 sehr unglücklich.“

    TSV 1860: Der einzige Löwe, der jemals bei einer WM gespielt hat

    13. Jens Jeremies (1995 - 1998): „Ein Kämpfer vor dem Herrn mit einer unglaublichen Energie. Da hat Sechzig damals ein echtes Schnäppchen in Dresden gemacht. Der Jeremies war der einzige Löwe, der je bei einer WM gespielt hat. Klar, dass er irgendwann nicht mehr zu halten war.“

    14. Bernhard Winkler (1993 - 2002): „Nach dem Brunnenmeier ist der Bernd der erfolgreichste Löwen-Stürmer der Geschichte. Die Konsequenz, mit der er seine Tore gemacht hat, war beeindruckend. Schade, dass er nie in die Nationalmannschaft berufen wurde.“

    15. Rudi Völler (1980 - 1982): „Vergleichbar mit Klaus Fischer. Auch der Rudi hat den Grundstein für seine Stürmerkarriere bei 1860 gesetzt. 37 Tore in 37 Zweitligaspielen – was sollst du da noch sagen? Dazu ist er ein hochsympathischer, geerdeter Mensch, der sich nie was eingebildet hat auf seine Erfolge.“

    16. Hennes Küppers (1961 - 1968): „Ein Wilder, der mit seinem Außenrist geniale Pässe spielen konnte. Vor allem mit Fredi Heiß hat sich der Küppers blind verstanden. Aus der Meistermannschaft nicht wegzudenken.“

    17. Georg Metzger (1970 - 1980): „Der Schorsch war der Kopf und Spielmacher der Aufstiegsmannschaft von 1977, ein ganz starker Techniker. Und dazu ein ziemliches „Gifthaferl“. Die Trainer hatten es damals nicht leicht mit ihm, was ich so gehört hab.“

    Vom Bayernliga-Verteidiger zum Bundesligaprofi: Kult-Löwe Thomas Miller.

    18. Erich Beer (1981 - 1985): „Er kam erst mit knapp 35 zu den Löwen und war für die Bayernliga-Mannschaft ein Vorbild in jeder Hinsicht. Unglaublich, wie er ein Spiel lesen konnte. Charakterlich top – nicht umsonst ist er eine der größten Legenden bei Hertha BSC.“

    Beste Löwen aller Zeiten: Schlitzohr Pacult und Bayern-Schreck Konietzka

    19. Peter Pacult (1993 - 1995): „Ein fußballerisches Schlitzohr mit einem angeborenen Naserl vor dem Tor. Zusammen mit Bernd Winkler hat der Peter Sechzig damals 1994 zurück in die erste Liga geschossen. Einer der Publikumslieblinge überhaupt.“

    20. Timo Konietzka (1965 - 1997): „Er ist aus Dortmund gekommen und hat gleich im ersten Spiel gegen Bayern das entscheidende Tor geschossen. Unvergesslich. Konietzka war einer der besten deutschen Stürmer seiner Zeit.“

    21. Ernst Willimowski (1941 - 1942): „Lange her, aber Willimowski gehört in diese Rangliste unbedingt mit rein. Mit sieben Toren ist er der erfolgreichste Löwe in der Nationalmannschaft.“

    22. Harald Cerny (1996 - 2007): „Ein Dauerbrenner, der von den Einsätzen her alle Löwen überholt hat Schnell, gute Flanken von rechts – und ein sehr angenehmer Mensch.“

    23. Ludwig Zausinger (1950 - 1960): „Aus der älteren Geschichte muss der Wiggerl unbedingt mit rein. In den fünfziger Jahren war er mit Kurt Mondschein der beste und bekannteste Spieler. Ein Original.“

    24. Manfred Wagner (1958 - 1971): „Der Manni. Eine treue Seele, ein feiner Mensch. Neben Hansi Rebele war er der einzige Meisterlöwe, der nach dem Abstieg 1970 noch in der Regionalliga Süd für Sechzig gespielt hat. Sein plötzlicher Tod 2015 hat mich sehr traurig gemacht.“

    25. Olaf Bodden (1994 - 1998): „Als Mittelstürmer konnte ihn kaum ein Verteidiger ausschalten, leider musste er seine Karriere schon mit 28 wegen dieser heimtückischen Krankheit beenden. Ich unterstütze den Olaf seit Jahren, wo ich kann. Er ist ein echter Freund mit einer klaren Meinung.“

    Erstellt von Karsten Wettberg, eingeholt von Ludwig Krammer

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