„Feiger Angriff“

Stein-Angriff auf Ex-Löwe Weigl: 24-Jähriger muss in Klinik - „Da wurde eine Grenze überschritten“

Der ehemalige TSV-1860-Spieler Julian Weigl musste nach einem Angriff ins Krankenhaus. 

  • Bei einem Angriff auf den Benfica-Lissabon-Mannschaftsbus wurde Julian Weigl leicht verletzt.
  • Der frühere Spieler des TSV 1860 München musste vorsorglich ins Krankenhaus.
  • Weigl äußerte sich anschließend auf Instagram - die portugiesische Liga ebenso.

München -  Der Ex-Löwe und Ex-Dortmunder Julian Weigl ist bei einem Angriff auf den Bus des portugiesischen Rekordmeisters Benfica Lissabon leicht verletzt worden. Unbekannte Täter hatten das Fahrzeug nach dem Spiel gegen Tondela (0:0) am Donnerstagabend mit Steinen beworfen.

„Julian Weigl und Andrija Zivkovic wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus da Luz gebracht, nachdem sie von Splittern getroffen worden waren“, teilte der Verein mit. Die Verletzungen sind nicht schwerwiegend. Die Polizei ermittelt, bisher gibt es keine Erkenntnisse zu den Tätern.

Ex-Löwe Weigl Julian Weigl nach Attacke: „Wir hatten wirklich Glück“

„Ich bin okay, wir hatten wirklich Glück“, schrieb Weigl bei Instagram. Er geht offensichtlich davon aus, dass Fans des eigenen Vereins die Täter waren: „Da wurde eine Grenze überschritten. Steine zu werfen, ohne sich Gedanken zu machen, dass jemand verletzt werden könnte? Das sind nicht die wahren Benfica-Fans!“

Der 24-jährige Weigl (von 2013 bis 2015 beim TSV 1860 unter Vertrag) war im Sommer vom BVB nach Portugal gewechselt. Er gehörte zur Dortmunder Mannschaft, auf die im April 2017 ein Bomben-Attentat verübt wurde. „Gute Besserung, Jule!“, twitterte der BVB am Freitag.

Steinwurf auf Ex-Löwe Weigl - portugiesische Liga: „Feiger Angriff“

Die portugiesische Liga, die die Spiele nach knapp dreimonatiger Corona-Zwangspause* erst am Mittwoch wieder aufgenommen hatte, verurteilte „nachdrücklich den feigen Angriff“. Der Steinwurf sei „zutiefst bedauerlich, insbesondere in einer Zeit, in der sich der portugiesische Fußball zusammengeschlossen hat, um den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, der Millionen Menschen in unserem Land begeistert“.

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Rubriklistenbild: © dpa / Tiago Petinga

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