Bierofka will „maximal 24 Feldspieler“

1860-Kader zu groß: Für diese Spieler wird es eng

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Felix Bachschmid kommt bei den Löwen kaum zum Zug.

In der Winterpause könnte der ein oder andere Löwe den TSV 1860 verlassen, Daniel Bierofka möchte einen kleineren Kader haben. Das sind die Wackelkandidaten: 

München - Maximal noch zwei Pflichtspiele, dann verabschiedet sich der Löwe in die Winterpause. Am Freitag steht das letzte Liga-Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining an, am 9. Dezember das Toto-Pokal-Viertelfinale bei der SpVgg Bayreuth - wobei die Austragung des Cup-Spiels wegen der Witterung noch nicht gesichert ist. Klar ist jedoch, dass diese beiden Termine für den ein oder anderen Löwen die letzten bei den Blauen sein dürften.

„Ich werde 2018 ma­xi­mal 24 Feld­spie­ler haben“, erklärte Cheftrainer Daniel Bierofka am Montag. „Wir müssen den Kader verkleinern, da muss man mit den Jungs ehrlich umgehen.“ Heißt: In der Winterpause könnten einige Spieler die Grünwalder Straße verlassen, auch wenn der Coach klarstellt: „Wir werden keinen wegschicken.“ Klar ist: Mit den Langzeitverletzten Timo Gebhart und Nicolas Andermatt kommen im Winter zwei Leistungsträger zurück, eventuell kann der TSV 1860 noch einen Spieler verpflichten. Zu mehr wird es nicht reichen, denn der finanzielle Puffer für Verstärkung sei laut Bierofka „sehr, sehr ge­ring“. Grundsätzlich sage der Chefcoach: „Ich werde mit jedem im Winter ein Einzelgespräch führen. Im Sommer wird aber einiges passieren.“

Wackelkandidaten: Diese Löwen könnten 1860 verlassen

Wer aber sind die Wackelkandidaten bei 1860, die in der Winterpause möglicherweise leise Servus sagen?

Felix Bachschmid: Der 21-jährige Stürmer netzte in der Vorbereitung konstant ein, ist von Bierofka hoch angesehen. Sein Problem nur: Mit Sascha Mölders und Markus Ziereis hat 1860 während des Saisonstarts in der Offensive nachgerüstet, sie verdrängten ihn auf die Bank. In der Liga blieb er ohne Tor (sein längster von nur neun Joker-Einsätzen ging über 15 Minuten), in zwei Partien im Toto-Pokal traf er immerhin vier Mal. Ansonsten sind im Schnitt 18 Einsatzminuten pro Partie zu wenig für das Angriffstalent. Es ist äußerst fraglich, ob Bachschmid weiterhin bei der ersten Mannschaft auf der Bank und/oder in der Reserve in der Bayernliga auflaufen wird. Sein Kontrakt läuft noch bis 2019.

Lukas Aigner: Der 21-jährige Innenverteidiger ist Kapitän der Bayernliga-Truppe, absolvierte dort aber auch nur 13 von 23 Partien. Lediglich acht Mal saß er bei der ersten Mannschaft auf der Bank, eingewechselt wurde er aber nie. Gegen Jan Mauersberger, Philipp Steinhart, Felix Weber oder Aaron Berzel sieht Aigner kein Land. Auch bei ihm stehen die Zeichen wohl auf Abschied, sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Alexander Strobl: Der Österreicher kam aus Buchbach und stritt sich in der Vorbereitung um den Stammplatz im Tor mit Marco Hiller. Letzterer setzte sich durch, dem 24-jährigen Neuzugang blieb nur die Rolle des Pokal-Keepers. Ende August holte 1860 noch Hendrik Bonmann aus Dortmund, der mittlerweile fit ist und gegen Rosenheim zuletzt erstmals anstatt Strobl im Kader der ersten Mannschaft stand. Tendenziell läuft es im Winter auf den Zweikampf Hiller/Bonmann hinaus, für Strobl blieb nur noch die Bayernliga. Sein Vertrag endet im Sommer 2018.

Elf Spielerverträge laufen am Saisonende aus

Weitere Wackelkandidaten dürften Lucas Genkinger, Simon Seferings oder Mohamad Awata sein, die allerdings bei der zweiten Mannschaft verbleiben könnten - im Dunstkreis der Regionalliga-Truppe. Insgesamt laufen im Sommer beim TSV 1860 elf Spielerverträge aus (Sascha Mölders, Timo Gebhart, Nono Koussou, Alex Strobl, Christian Köppel, Simon Seferings, Nicolas Andermatt, Lukas Aigner, Eric Weeger, Mohamad Awata und Johan Hipper).

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fw

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