Möhlmann dennoch optimistisch

Grippe! Kai Bülow fällt gegen Leipzig aus

München - Die Löwen haben in der 2. Liga einen Lauf. Doch vor der Reise zu Tabellenführer RB Leipzig fallen gleich drei Spieler aus. 1860-Coach Möhlmann bleibt dennoch optimisch.

Mit dem Selbstbewusstsein von drei Siegen in Serie reist 1860 München zu Zweitliga-Tabellenführer RB Leipzig und will sich dort auch von argen Personalsorgen nicht stoppen lassen. Neben den Langzeitverletzten fallen für die Partie am Sonntag (13.30 Uhr) auch der zuletzt überragende Kai Bülow sowie Maximilian Beister und Dominik Stahl aus. Das berichtete Trainer Benno Möhlmann am Freitag. Bülow leidet an einem grippalen Infekt. Beister zog sich eine Knieverletzung zu, wie der Coach berichtete. Stahl sei von seinen Achillessehnenbeschwerden nicht genesen.

Für die „Löwen“ geht es beim Aufstiegsfavoriten darum, ihre aktuelle Form in der 2. Fußball-Bundesliga beizubehalten, um am Tabellenende nicht wieder in große Nöte zu geraten. Derzeit rangiert 1860 als 15. punktgleich mit Fortuna Düsseldorf (16.) am Rande der Abstiegszone.

„Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Es wird bis zum letzten Spieltag eng bleiben“, sagte Angreifer Sascha Mölders der „Abendzeitung“. Daran änderten auch die jüngsten Erfolge gegen Düsseldorf, Kaiserslautern und Sandhausen nichts. Coach Möhlmann meinte: „Es besteht kein Grund, leichtsinnig oder überheblich zu werden. Der Klassenerhalt ist immer noch eine schwierige Angelegenheit. Das müssen wir wissen.“

Kreuzer: "Wir wollen denen eins auswischen"

Mit einem weiteren Überraschungserfolg in Leipzig könnten die Sechziger Düsseldorf womöglich distanzieren. Dass das Unterfangen beim Zweitliga-Primus aussichtslos sei, glauben die Gäste nicht. „Die Zuversicht ist wieder groß“, meinte Möhlmann. Manager Oliver Kreuzer sagte der Bild: „Das ist die beste Mannschaft, aber wir haben eine einfache Aufgabe. Was gibt's denn Schöneres, als mit drei Siegen zum Tabellenführer zu fahren? Wir wollen denen eins auswischen, jeder Spieler muss sich sagen: Wir können auch in Leipzig gewinnen.“

Dafür bedarf es wie schon zuletzt der Stärke bei Standards und Kampfgeist. Spielerisch und von der individuellen Klasse her ist Leipzig im Vorteil. „Wir müssen viel Herzblut entgegensetzen, mannschaftliche Geschlossenheit und Kompaktheit abrufen. Dann können wir vielleicht auch in Leipzig was mitnehmen“, sagte Möhlmann.

Zumal auch die Sachsen an Personalsorgen leiden. Das Team von Trainer Ralf Rangnick hat eine Grippewelle erwischt. Außenverteidiger Marcel Halstenberg und Stürmer Marcel Sabitzer werden sicher ausfallen. Bei Torhüter Peter Gulacsi, Stefan Ilsanker und Kapitän Dominik Kaiser stehe der Einsatz auf der Kippe, wie der Coach am Freitag berichtete. Zudem fehlt Stürmer Yussuf Poulsen, der von Davie Selke ersetzt wird.

dpa

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