Nach Verletzung im Training

Möhlmann geschockt wegen Bülow - Fröhling-Co muss gehen

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Benno Möhlmann muss sechs Wochen auf Kai Bülow verzichten.

München - 1860 München muss nach einer Trainingsverletzung längere Zeit auf Kai Bülow verzichten. Außerdem wurde bekannt, dass auch Fröhlings Assistent die Löwen verlassen musste.

Kai Bülow zog sich seine Verletzung bei diesem Trainingszweikampf zu.

Das Wetter – strömender Regen – war lausig, die Zahl der Kiebitze – etwa ein Dutzend – überschaubar, und einen schockierenden Vorfall gab’s auch noch, als Benno Möhlmann Mittwoch Vormittag die Löwen zu seiner zweiten Übungseinheit bat. Beim Zweikampftraining prallte Kai Bülow mit György Hursan aus der U 19-Mannschaft zusammen, ging zu Boden und musste behandelt werden. Mit einem dicken Verband ums rechte Knie humpelte der Abwehrmann in die Kabine und wenig später ging’s ab zur ärztlichen Untersuchung. Dort gab’s ein paar Stunden später die erschütternde Diagnose: Der 29-Jährige hat sich einen Innenbandriss zugezogen und fällt mindestens sechs Wochen aus. Nach dem Zweikampftraining ließ Möhlmann das schnelle Umschaltspiel üben, zwei gegen zwei auf zwei große Tore, die nur etwa 20 Meter auseinanderstanden. Die Bälle flogen den Torhütern Ortega und Eicher nur so um die Ohren – da blieb keine Sekunde zum Verschnaufen.

Danach war Schluss, Möhlmann pitschnass und noch nicht so recht viel schlauer im Urteil über seine neue Mannschaft. Was soll ich sagen“, fragte der 61-Jährige, „die Trainingsgruppe war ja recht klein, weil viele Spieler wegen Verletzungen oder Nationalmannschaftsabstellungen fehlten.“ Ganz frisch auf der Verletztenliste steht auch Verteidiger Vladimir Kovac, der Donnerstag am gerissenen Syndesmoseband operiert werden muss.

Möhlmann wartet noch mit der Grundsatzrede

Dabei heißt es ja immer, dass Länderspielpausen der ideale Zeitpunkt seien, um einen neuen Trainer zu installieren. Kann man auch anders sehen. Aber ein Grund zum Klagen? Nicht für Möhlmann. „Ich bin in dieser Hinsicht Pragmatiker“, sagt er, „und muss die Situation einfach akzeptieren.“ Auch im Testspiel am Freitag (18.30 Uhr) beim österreichischen Zweitligisten Wacker Innsbruck bleibt dem Löwen-Coach nichts anderes übrig.

Weil so viele Spieler derzeit fehlen, hat Möhlmann bisher auch darauf verzichtet, eine längere Rede an seine neue Mannschaft zum Einstand zu halten. „Das Grundsätzliche wird es erst nächste Woche zu hören geben, wenn alle Spieler wieder beisammen sind. Es bringt ja nichts, wenn ich mehrmals das Gleiche erzähle.“

Interessant wird vor allem sein, was er Stefan Ortega und Vitus Eicher demnächst mitteilen wird. Denn das Duell um die Nummer eins im Löwen-Tor dürfte mit dem Trainerwechsel in eine neue Runde gehen. Bleibt Eicher im Kasten, oder löst ihn Ortega wieder ab? Spannend auch die Personalie Michael Liendl. Darf der Österreicher unter Möhlmann endlich einen echten „Zehner“ spielen, nachdem Torsten Fröhling ihn zuletzt nur wenig oder als verkappten Sechser eingesetzt hatte.

Mit Fröhling musste übrigens auch dessen Assistent Thomas Kupper den TSV 1860 verlassen. Man kann davon ausgehen, dass sich Möhlmann wieder Sven Kmetsch an die Seite holt. Der Ex-Nationalspieler ist bereits in Ingolstadt und beim FSV Frankfurt sein Co gewesen.

Zweite Möhlmann-Einheit: Bülow bricht Training ab - Bilder

tz

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