Neuzugang mit Erstliga-Erfahrung

„Ich will zurück in die Bundesliga!“: Neu-Löwe Goden hat mit 1860 viel vor

Hoch hinaus: Kevin Goden träumt von Aufstiegen.
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Hoch hinaus: Kevin Goden träumt von Aufstiegen.

Michael Köllner hat Kevin Goden vom 1. FC Nürnberg zum TSV 1860 gelotst. Der Neu-Löwe hat Bundesliga-Erfahrung und will genau dahin zurück.

Windischgarsten – 1860-Profis mit Bundesliga-Erfahrung? Sascha Mölders, klar, Stefan Lex, Stephan Salger (1. FC Köln) . . . und Kevin Goden! Fünf Einsätze konnte der 22-jährige Spezialist für die rechte Außenbahn in der Saison 2018/19 beim 1. FC Nürnberg verbuchen, ehe ihn erst eine Muskelverletzung und danach die Entlassung von Trainer Michael Köllner ausbremsten.

Kevin Goden mit 1860 zurück in die Bundesliga? „Ich bin ja noch jung ...“

Godens eindrücklichste Erinnerung: die Partie gegen den FC Bayern (0:3). „Es war schon interessant, als 19-Jähriger gegen David Alaba und Franck Ribéry zu spielen“, sagt er. „Wenn du einmal Bundesligaluft geschnuppert hast, dann willst du dort natürlich wieder hin. Ich bin ja noch jung und hab hoffentlich noch viel vor mir.“

Aktuell den TSV 1860, nach Stationen beim 1. FC Köln, dem 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig (Leihe) Godens vierter Traditionsklub. „Ich mag Vereine mit großer Strahlkraft“, sagt der gebürtige Bonner. Bei den Löwen stimmten nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch der Stil auf dem Platz: „Das Spieltempo ist hoch, die Mannschaft will Fußball spielen, nicht nur mit hohen Bällen operieren.“

Köllner überzeugt Goden zum zweiten Mal - und anders herum

Eine aktive Ausrichtung, die Goden von Michael Köllner gewohnt ist. Der Oberpfälzer lotste ihn 2018 nicht nur von Köln nach Nürnberg, er war auch jetzt die treibende Kraft, dass der ehemalige U 19-Nationalspieler (ein Einsatz) bei den Löwen unterschrieb. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, sind immer im Austausch geblieben“, erzählt Goden. Als vor einigen Wochen der Anruf aus München gekommen sei, habe er nicht allzu lange überlegen müssen. „Ich weiß, was der Trainer verlangt. Dass man immer an sich arbeiten soll, an seine Stärken glauben soll und sich immer verbessern will.“ Genau das sind die Ziele, die Goden in München anstrebt: endlich ankommen, von dauerhafter Spielpraxis profitieren, ein Leistungsträger werden.

Der Einstand mit einem Tor beim 8:2 gegen Regionalligist Heimstetten war ordentlich, das neue Alternativ-System mit Dreierkette und offensiven Außen komme ihm als gelerntem Stürmer entgegen, sagt Goden. „Meine Stärke ist die Dynamik, ich kann im Zweikampf dagegenhalten und ich weiß, wo das Tor steht.“ Die handgestoppte 100-Meter-Zeit von unter elf Sekunden spricht für sich; nach kleineren Muskelbeschwerden wähnt sich Goden fitnesstechnisch „auf einem guten Weg“.

Wohlfühloase 1860? Goden schwärmt vom Löwen-Team - „Sascha Mölders ist einer der lustigsten Typen“

Auch am Integrationswillen sollte es nicht scheitern. „Die Jungs machen es einem wirklich leicht hier“, sagt Goden, „Sascha (Mölders) ist einer der lustigsten Typen, die ich je getroffen habe.“

Und nicht zuletzt in Sachen Wohnung hat Goden in München gut lachen. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Yannick (angehender BWL-Student) habe er eine Bude im Westen Schwabings gefunden. Bleibt die Frage nach dem leichter verständlichen Dialekt: fränkisch, oberpfälzisch oder bairisch? „Als Kölner hab’ ich es mit beidem nicht leicht, aber das wird schon. Bei Michael Köllner hab ich in den ersten Wochen in Nürnberg überhaupt nix verstanden.“ Kein Einzelschicksal, wenn man sich so umhört.

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