TSV 1860: Vor dem Derby gegen Bayern II

Köllner greift zur Schaufel - zwei Stützen melden sich zurück

Stefan Lex fixiert mit energischem Blick einen Ball
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Endlich wieder am Ball: Löwen-Stürmer Stefan Lex.

Für die Löwen startet das Fußballjahr mit dem Derby. Wichtig für Trainer Michael Köllner: Einer seiner wichtigsten Spieler ist wieder einsatzbereit.

München - Seit dem Dreikönigstag befindet sich halb München im Rodelfieber. Kaum ein Hang, an dem nicht in Scharen geschlittelt wurde. Statt Weihrauch, Gold und Myrrhe wie vor 2000 Jahren reicht in diesen Zeiten eine Portion Schnee, um die Menschen glücklich zu machen. Nicht alle allerdings.

Speziell an der Grünwalder Straße 114 war nicht jeder dankbar über die großzügige Spende von oben. Die Folge beim dort ansässigen TSV 1860: Eine wichtige Trainingseinheit vor dem Derby gegen Bayern II (Samstag, 14 Uhr, bei uns im Live-Ticker) fand stark verkürzt auf dem Kunstrasen statt. Auf dem Vorzeigeplatz neben dem Löwenstüberl war kein Fußball möglich - wie so oft im Januar.

TSV 1860 vor dem Münchner Derby: Trainer Köllner befreit Trainingsplatz vom Schnee

Zum Glück für die Löwen sah es am Donnerstag schon wieder weniger winterlich aus auf dem Center Court. Verantwortlich dafür: Michael Köllner, einst leidenschaftlicher Sternsinger, heute ein Trainer, der nicht nur Taktik und Theorie beherrscht, sondern auch zupacken kann. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen griff der Chefcoach zur Schaufel - und sorgte vor dem 14-Uhr-Training für eine schneebefreite Rasenfläche.

Derby-Experte: Sascha Mölders (2. v. r.) hat schon gegen alle Münchner Drittligarivalen getroffen, auch im letzten Duell mit Bayern II (24. Juni 2020, Endstand 1:2).

Einem ähnlich beherzten Auftritt sollte im Derby am Samstag also nichts im Wege stehen. Klar: Im gelbgesperrten Dennis Erdmann fällt einer der bissigsten Löwen aus und zwei andere Routiniers sind fraglich. Am Donnerstag immerhin konnte Phillipp Steinhart voll und Stefan Lex erstmals wieder mit Ball trainieren.

TSV 1860 vor dem Münchner Derby: Wein freut sich „auf ein frühes Highlight“

Wichtig gegen den Angstgegner wird aber die Einstellung sein, um die sich Daniel Wein, einer der Blauen mit roter Vergangenheit, wenig sorgt. „Wir freuen uns auf ein frühes Highlight“, sagte der Sechser bei dfb.de und versuchte erst gar nicht, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen: „Was das Prestige betrifft, ist es vermutlich schon das wichtigste Spiel des Jahres.“ Auch ohne Fans, die zu Weins Leidwesen („extrem bitter“) auch beim Start ins neue Jahr nicht zugelassen sind.

Wir freuen uns auf ein frühes Highlight.

Sechser Daniel Wein, einer der Blauen mit roter Vergangenheit.

Der Traum aller Löwen: Ein Derby-Sieg, um 2021 gleich mal die Richtung vorzugeben. „Ein Aufstieg“, so Wein, würde alles bisher Erlebte „in den Schatten stellen“. Er weiß: „Bis dahin ist es jedoch ein harter und beschwerlicher Weg.“

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