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Michael Köllner: Wehen kommt für Biankadi zu früh

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Von: Uli Kellner

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Ausgebremst: Flügelstürmer Merveille Biankadi muss auch unter türkischer Sonne kürzertreten.
Ausgebremst: Flügelstürmer Merveille Biankadi muss auch unter türkischer Sonne kürzertreten. © sampics

Der TSV 1860 München hat seine ersten Einheiten im Trainingslager in Belek absolviert. Während Goden auf gepackten Koffern sitzt, fällt Biankadi für den Saisonstart aus.

Belek – Die Kasinger Löwen sind da, zwei der Kult-Allesfahrer (Roman Wöll, Fritz Fehling) – und natürlich ist auch Groundhopper Maxi (Zaunfahne „Hadern“, 18 Länderpunkte allein 2021) mit nach Belek gereist. Es spricht für die Anziehungskraft des TSV 1860, dass selbst im Omikron-Januar 2022 so viele Fans den Sechs-Tage-Trip in die Türkei mitmachen. Trotz Platz 10 in der 3. Liga. Und trotz der ganzen Maßnahmen, die seit bald zwei Jahren jede Reise erschweren.

Nach kurzer Nacht – einige fanden erst bei Sonnenaufgang den Weg ins Bett – bekamen die Fans einen lockeren Aufgalopp zu sehen: Stangenlauf der Profis unter Pinien, eine Handballübung, gefolgt von einer Fußballeinheit mit Taktik-Input – das alles auf einem Rasen, der bestens zum angrenzenden Golfplatz passte. Das zufriedene Zwischenfazit von Trainer Michael Köllner: „Die Plätze sind top – auch das Wetter, das wir bestellt haben. Beim Hotel hätte ich mir eine kleinere Ausgabe gewünscht, aber das sind alles so Kolosse hier.“

TSV 1880: Kevin Goden sitzt auf gepackten Koffern

Sportlich geht es für 1860 in Belek darum, den Sturmkoloss Sascha Mölders zu ersetzen. Erfreulich: Das Duo Lex/Bär sprüht auch unter türkischer Sonne vor Tatendrang. Richard Neudecker ist wieder fit – trotz leichter Corona-Nachwehen. Zwei Sorgenkinder der Löwen sind in München geblieben: Daniel Wein, der immer noch einen Spezialschuh trägt. Und Kevin Goden, der negativ getestet auf gepackten Koffern sitzt, aber erst nachreisen kann, wenn klar ist, dass bei seinem coronakranken Vater kein Omikron im Spiel ist.

Kürzertreten muss auch in Belek Merveille Biankadi, der sich seit vier Wochen mit Adduktorenproblemen herumplagt und sogar in der kurzen Winterpause vom Laufen befreit war. Köllner mit Blick auf den Punktspiel-Neustart gegen Wehen Wiesbaden am 15. Januar (14 Uhr): „Für die Startelf wird es bei Merv nicht reichen, das steht jetzt schon fest.“ (Uli Kellner)

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