Abstiegsgefahr zunächst gebannt

Kurioser Running-Gag nach 1860-Sieg: „Geht da noch mehr, Löwen?“

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Paul & Co.: Jubel im Angesicht des Sparkurses

Der TSV 1860 fuhr am Samstag den ersten Auswärtssieg seit sechs Monaten ein. Die Gefahr, abzusteigen, ist somit fürs erste gebannt. Nur wie lange noch?

München - Und, wer schreibt’s? Es war der Running-Gag unter Münchner Reportern nach dem 2:1 der Löwen in Cottbus. Die Frage: Wer würde das Wort vom 1860-Aufstieg als Erster zu Papier bringen? Antwort: Die Passauer Neue Presse! „Geht da noch mehr, Löwen?“, titelten die Kollegen aus Niederbayern angesichts der „nur“ noch acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Bleibt zu hoffen, dass der Artikel wenigstens mit einem kleinen Lächeln getippt wurde. In der Realität haben die Sechziger binnen einer Woche zwei 2:1-Siege eingefahren. Allerdings gegen den Tabellenletzten Aalen und den Vorletzten Cottbus. 

TSV 1860 München: Abstiegsgefahr zunächst gebannt

Der Dreier am Samstag war der erste Auswärtssieg seit sechs Monaten. Immerhin: Die Gefahr, in den Abstiegsstrudel zu geraten, ist fürs Erste gebannt. „Trotzdem: Die Mannschaften unten punkten alle. Das wird noch ein heißes Rennen bis zum Schluss. Aber momentan sind wir dafür gut gewappnet“, sagt Trainer Daniel Bierofka. Bleibt zu klären, wie hart der Panzer in Sachen Finanzen ist. Wie berichtet, wird der Profi-Etat von gut viereinhalb auf rund drei Millionen Euro reduziert werden. Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel hat den Konsolidierungskurs bestätigt, Details sollen folgen. 

TSV 1860 München: Umstrukturierung vor allem im Jugendbereich

Die Umstrukturierungen werden vor allem den Jugendbereich betreffen. U.a. steht die Bayernliga-U 21 zur Disposition. Eine Abmeldung würde die KGaA um rund 350 000 Euro entlasten, weiteres Einsparpotenzial gibt es beim NLZ, das aktuell noch auf Zweitliganiveau gefahren wird. Eine temporäre Rückübertragung auf den e.V. lehnten die Investorenvertreter in der jüngsten Aufsichtsratssitzung ab, insgesamt hätte die KGaA durch die Maßnahme pro Jahr um eine bis eineinhalb Millionen Euro entlastet werden können. Über die Gewährung von frischen Genussschein-Darlehen wurde in besagter Sitzung keine Einigung erzielt. Absolute Priorität wird in der neuen Saison der Profikader genießen. 

Bei den auslaufenden Verträgen von Sascha Mölders, Aaron Berzel und Jan Mauersberger sind Verlängerungen angedacht, im Verein ist von einem stärkeren Leistungsbezug die Rede. Als Saisonziel soll der Klassenerhalt ausgegeben werden, um nur keine übermäßigen Erwartungen zu schüren. Bierofkas einstweiliges Schlusswort zum Thema: „Ich werde es so annehmen, wie’s ist und versuchen, das Beste draus zu machen.“

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