Eine Geste warf Fragen auf

Löwen bleiben an der Spitze! Toller Kampf beim 1:1 in Rostock - doch um einen Spieler gibt‘s mächtig Wirbel

Jan Löhmannsröben FC Hansa Rostock, Stephan Salger TSV 1860 München, Marco Hiller TSV 1860 München, Dennis Erdmann TSV 1860 München beim Spiel gegen Hansa Rostock
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Die entscheidenden Löwen-Protagonisten: Salger, Erdmann, Hiller und Dressel (v.li.)

Der TSV 1860 München gewinnt in Rostock und bleibt Tabellenführer. Um eine Geste von Dennis Erdmann gab es Aufregung.

  • Der TSV 1860 München spielte bei Hansa Rostock im Ostseestadion.
  • Eine Szene in der 74. Minute sorgte für Wirbel, aber auch eine Geste von Dennis Erdmann.
  • Löwen-Coach Michael Köllner spielte dagegen eine Sache eine wichtige Rolle.

München - Beim Stand von 1:1 hatten bereits alle Rostocker die Arme hochgerissen, den leidenschaftlich kämpfenden Löwen drohte der Ertrag ihres Tagwerks zu entgleiten, und wohl keiner der 7500 im Ostseestadion wollte nun mit dem 25-jährigen Referee aus Poppenbüttel tauschen. Oldhafer unterbrach das Spiel für Minuten, lief ratlos zu seinem ersten Assistenten, dann hilflos zu seinem weiter hinten postierten Kollegen. Ergebnis nach einer gefühlten Ewigkeit: kein Tor. Es fiel auch keines mehr, nachdem die Löwen ab der 84. Minute ein Mann weniger waren (Steinhart sah Gelb-Rot), womit feststand: Auch das Glück hat sich inzwischen auf die Seiten des TSV 1860 geschlagen.

„In einem Fight über 90 Minuten“

Löwen-Coach Michael Köllner

Für Michael Köllner spielte es keine Rolle, ob Stephan Salger in der fraglichen Szene am Boden liegend den Ball mit der Hand abgebremst hatte und von wo Dennis Dressel die Kugel von der Linie geschlagen hatte. Für den 1860-Coach überwog die Erkenntnis, dass sich die Seinen mal wieder äußerst wehrhaft präsentiert hatten – „in einem Fight über 90 Minuten“. Die Löwen bleiben unbesiegt und gehen als Tabellenführer in die Englische Woche, in der sie am Mittwoch gegen den frechen Aufsteiger Saarbrücken (19 Uhr) und am Montag darauf in Haching gefordert sein werden.

„Die ersten 20 Minuten waren das Beste...“

Köllners Fazit: „Die ersten 20 Minuten waren das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben: sehr gut, sehr kontrolliert.“ Durch Dennis Erdmann, kurz zuvor für den am Oberschenkel verletzten Daniel Wein ins Spiel gekommen, war sein Team sogar in Führung gegangen (Kopfball nach Neudecker-Ecke). Die Rostocker hätten sich danach „ins Spiel reingebissen“. Der Lohn war das 1:1 durch Bentley Bexter Bahn. Auf die umstrittenen Szenen ging Köllner nicht näher ein, er sagte nur: „Der Schiedsrichter hat alle Hände voll zu tun gehabt.“

Erdmann feierte sein Tor mit einem Ringfinger-­Jubel.

Diskussionen gab’s um Torschütze Erdmann. Er jubelte mit dem Ringfinger, den er zuvor aus der Hose gezogen hatte. Eine Provokation in Richtung der Hansa-Fans, die den früheren Rostocker mit Pfiffen empfangen hatten? Nein, sagte der Abwehrrecke auf Nachfrage der tz und erklärte: „Das ist nur so’n kleiner Spaß gewesen – was ich mit den Jungs ab und an in der Kabine mache. Dann komme ich in die Dusche rein und zeig’ meinen Ringfinger.“ Die Löwen bleiben ungeschlagen. Stimmen Sie hier ab, wer Sie aus dem Löwen-Team überzeugt hat. (ulk)

Der TSV 1860 München bleibt in der 3. Liga Tabellenführer. Und doch gibt es Ärger: Ivonne Mölders, Spielerfrau von Sascha Mölders, teilt bei Facebook gegen den BR aus - ausgerechnet gegen den Kommentator, der einen Kult-Spruch zu ihrem Mann begründete.

Der TSV 1860 München kam als Tabellenführer nach Rostock. Nach einer turbulenten Partie bleiben die Löwen ungeschlagen und holen einen wichtigen Punkt von der Ostsee. Hier finden Sie den Ticker zum Nachlesen.

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