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„Kindergarten-Niveau”: Löwen-Legende Michael Hofmann kritisiert 1860-Geschäftsführung

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Von: Robin Hieke

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Michael Hofmann hütete 14 Jahre das Tor der Löwen. Am Wochenende sprach er über die aktuelle Situation des TSV 1860.
Michael Hofmann hütete 14 Jahre das Tor der Löwen. Am Wochenende sprach er über die aktuelle Situation des TSV 1860. © IMAGO/Ulrich Wagner

Statt um den Aufstieg zu spielen, muss sich der TSV 1860 wohl mit einer weiteren Saison in der 3. Liga begnügen. Legende Michael Hofmann wird deutlich.

München – 14 Jahre spielte Michael Hofmann für den TSV 1860 München. In dieser Zeit machte er 82 Bundesligaspiele und hütete im Jahr 2000 in den beiden Champions-League-Qualifikationsspielen gegen Leeds United das Tor. Nach seiner aktiven Karriere fungierte er als Torwart-Trainer, unter anderem für Türkgücü München.

Ex-1860-Keeper Hofmann moniert Strömungen bei den Löwen

Nachdem ihm die Löwen immer noch am Herzen liegen, ist er über das Geschehen beim Verein gut informiert. Auch zur Geschäftsführung hat er eine klare Meinung, die er am Samstag bei MagentaSport äußerte. „Wenn man ein Ziel verfolgt, sollten sie versuchen, sich alle an dieses Ziel zu halten. Da braucht man Strategien und vor allem eine klare Hierarchie. Aber bei 1860 München hat man immer diese Strömungen“, erklärte Hofmann.

„Man hatte einen überragenden Start. Aber es wird schon wieder von hinten, von wem auch immer, geschürt, dann macht das auch was mit dem Team. Und 1860 steht in der 3. Liga im Moment für Qualität, die leider unnötigerweise zerstört wurde“, sagte die Torwart-Legende.

„Kindergarten-Niveau“: Löwen-Legende Michael Hofmann schimpft über Geschäftsführung

Vor allem Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel steht in der Kritik. Seit seiner Tätigkeit als Interims-Trainer ist vom Österreicher nur noch wenig zu hören. „Was soll ich dazu sagen? Wenn ich eine verantwortungsvolle Position innehätte, dann würde ich zumindest nicht sagen, ich arbeite 12 Stunden, sondern würde es einfach machen“, schimpfte Hofmann. „Da sollte sich der ein oder andere hinterfragen, ohne zu schweigen. Denn das ist Kindergarten-Niveau.“

Maurizio Jacobacci: Für Hofmann ist er der Richtige

Während es in der Anfangszeit unter dem neuen Trainer Maurizio Jacobacci noch nicht rund lief, kam die Mannschaft des Schweizers immer mehr in Schwung. Neun Zähler aus den vergangenen vier Spielen stehen zu buche. Die Arbeit des neuen Trainers scheint mit etwas Verzögerung Früchte zu tragen.

„Jacobacci macht es sehr, sehr gut. Er hat eine aktive Art, zu coachen. Das mag ich sowieso mehr, als wenn nur einer draußen steht und hinterher schlau daherredet“, lobte der ehemalige Torwart der Sechziger Jacobacci. Er forderte die Löwen-Bosse dazu auf, sich in der Trainerfrage klar zu bekennen. (Robin Hieke)

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