Vor Bielefeld-Spiel

Löwen-Präsi Schneider: Kein Wort zu Fröhlings Zukunft!

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Interims-Präsident Siegfried Schneider (rechts) und Löwen-Trainer Torsten Fröhling (Archivbild).

München - Interims-Präsident Schneider glaubt an die Wende bei  TSV 1860 München. Zur Zukunft von Trainer Torsten Fröhling will er sich aber nicht äußern.

Dieter Reiter ließ sich den Blick für die Realität nicht trüben bei seinem 1860-Besuch auf der Wiesn: „Es kann nicht jedes Jahr nur darum gehen, den Klassenerhalt zu sichern“, sagte der Münchner Oberbürgermeister auf der Empore im „Himmel der Bayern“. „Irgendwann sollte der Blick schon mal wieder nach oben gehen.“ Der Rest der Reiter’schen Worte richtete sich gen Südwesten, nach Abu Dhabi. „Man braucht solide Finanzen“, meinte der OB. Es sei „keine gute Basis, wenn man immer seine besten Spieler verkauft.“

Message understood, Mr. Ismaik?

Eigentlich wollte sich der 1860-Hauptgesellschafter im September ja persönlich mit Reiter treffen, um über 1860 und die Stadionsituation zu sprechen. „Wenn die Stadt kooperativ ist, geht es schnell. Wenn klare Fakten da sind, spielt Geld keine Rolle“, hatte Ismaik bei seiner letzten München-Stippvisite Mitte August zum Besten gegeben. Nichts als heiße Luft?

Reiter stellte auf der Wiesn klar, dass hierzulande erst die Diridari-Frage geklärt sein müsse, ehe der zweite Schritt erfolgen könne: „Wenn klar ist, wie die Finanzierung eines eigenen Stadions aussehen könnte, dann werden wir auch ein entsprechendes Planungsrecht hinbekommen.“ Host mi, Hasan?

Um ein akuteres „Wenn“ geht es für die Löwen am morgigen Freitag ab 18.30 Uhr. Nur ein Sieg auf der Bielefelder Alm wird die Diskussionen um Trainer Torsten Fröhling fürs Erste verstummen lassen. „Es spürt sicher jeder, dass wir unbedingt die Punkte brauchen“, sagte Interims-Präsident Siegfried Schneider auf Nachfrage des Münchner Merkur. „Wir müssen schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren. Ich hoffe, dass jetzt endlich der Knoten platzt. Ich bin mir sicher, dass unser Team stark genug ist, zu gewinnen.“

Und falls nicht? „Ich beteilige mich da an keinerlei Spekulationen“, ließ Schneider wissen. „Ich sage dazu gar nichts.“ Zuletzt hatte er Fröhlings Ziel von fünf bis sechs Punkten für die Englische Woche in der tz als „richtig und notwendig“ bezeichnet. Heraus kamen drei Unentschieden.

Hoffnung auf zumindest einen weiteren Punkt macht die Formkurve der Bielefelder. Vor heimischem Publikum gab es für den Aufsteiger aus Ostwestfalen in vier Saisonspielen noch keinen Sieg und erst ein Tor.

Auch die Statistik-Gläubigen im weiß-blauen Lager dürfen hoffen. Von sechs Spielen gegen die Arminia seit dem Zweitliga-Abstieg verloren die Löwen kein einziges. Fünf Siege und ein Remis lautet die Bilanz für 1860, bei einem Torverhältnis von 10:2. Ein sogenannter Lieblingsgegner also – falls es so etwas in der gegenwärtigen Situation überhaupt gibt.

TSV 1860 München auf dem Oktoberfest 2015: Die Bilder

Bilder: Sechzig beim traditionellen Wiesn-Umtrunk

lk

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